Betrug am Bau hat nach wie vor keinen Seltenheitswert in Österreich: Einen besonders gravierenden Fall deckten Ermittler der Finanzpolizei kürzlich in Niederösterreich auf: Ein Ukrainer, der drei Landsmänner als Schwarzarbeiter auf seiner Baustelle beschäftigte, hatte bereits Schulden von mehr als 150.000 Euro angesammelt. Die Beamten machten daraufhin kurzen Prozess – und pfändeten den gepanzerten Mercedes des Mannes.
Die Finanzpolizei war im März Teil einer großangelegten, europaweit koordinierten Schwerpunktkontrolle im Baubereich. Die Kontrollaktion wurde durch die Europäische Arbeitsbehörde (ELA) organisiert und fand zeitgleich in zahlreichen europäischen Staaten statt.
Es ist eine Frage der Gerechtigkeit. Daher gilt: Null Toleranz für Steuer- und Abgabenbetrug.

Finanzminister Markus Marterbauer
Bild: APA/ROLAND SCHLAGER
In Österreich wurden dabei – wie berichtet – an 285 Einsatzorten 586 Unternehmen sowie rund 2000 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer überprüft. Im Zuge dieser Kontrollen wurden 546 Übertretungen festgestellt. Zusätzlich wurden offene Abgabenschulden und Finanzstrafen von insgesamt 800.000 Euro exekutiert.
In allen Fällen laufen weitere Ermittlungen.
„Das Amt für Betrugsbekämpfung und die Finanzpolizei sorgen dafür, dass rechtliche Vorgaben eingehalten werden. Betrugsbekämpfung ist im Interesse der redlichen Unternehmen und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so Finanzminister Markus Marterbauer.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.