Situation angespannt
Sturm sorgt für apokalyptische Bilder auf Kreta
Orangebraunes Licht taucht die Landschaft in eine unheimliche Kulisse, die Sicht geht gegen null, Autos kämpfen gegen Böen – und plötzlich steht eine beliebte Urlaubsinsel still. Aufnahmen zeigen, wie ein massiver Sandsturm und heftige Unwetter das öffentliche Leben auf Kreta nahezu zum Erliegen gebracht haben.
Am Mittwoch hüllte dichter Saharastaub große Teile der Insel ein. Der Himmel färbte sich orange-braun, während Sandschlieren Straßen, Autos und Gebäude überzogen. Gleichzeitig verschärften starke Winde die Lage erheblich: Flüge mussten gestrichen oder umgeleitet werden, teils wurden Fahrzeuge von den Böen erfasst, und hoher Wellengang traf auf die Küsten.
Behörden rufen zum Zuhause bleiben auf
Die Behörden reagierten mit klaren Anweisungen. Bewohner wurden aufgerufen, unnötige Fahrten zu vermeiden und möglichst in ihren Häusern zu bleiben. Die Kombination aus Sandsturm und Unwettern führte dazu, dass das öffentliche Leben in mehreren Regionen zeitweise weitgehend zum Stillstand kam.
Unwetter trifft ganz Griechenland
Doch nicht nur Kreta ist betroffen. Eine großflächige Unwetterfront über Griechenland sorgt seit Tagen für massive Probleme. In mehreren Regionen – darunter die Ägäis, die Kykladen und die Dodekanes-Inseln – wurden Schulen geschlossen, der Fährverkehr blieb vielerorts eingestellt. Auch Flüge, etwa nach Rhodos und Kreta, mussten gestrichen oder umgeleitet werden.
Todesopfer nahe Athen
Besonders dramatisch: In der Nähe von Athen kam ein Mensch ums Leben. Ein etwa 50-jähriger Mann wurde laut Feuerwehr in Nea Makri unter einem Auto eingeklemmt gefunden. Insgesamt gingen im Großraum Athen seit Beginn der Unwetter vor drei Tagen fast 500 Notrufe ein – viele wegen überfluteter Keller und umgestürzter Bäume.
Sturm, Fluten und zerstörte Infrastruktur
Die Naturgewalten zeigten sich auch auf See: Auf einigen Inseln erreichten die Winde Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde, hohe Wellen führten teilweise zu Überflutungen. Auf der Insel Poros wurde sogar eine Brücke durch Wassermassen zerstört.
Keine Entwarnung in Sicht
Der staatliche Wetterdienst prognostiziert weiterhin anhaltend schlechtes Wetter mit starkem Regen, Gewittern und lokal möglichen Hagelschauern. Eine Entspannung der Lage wird erst gegen Freitag erwartet. Bis dahin bleibt die Situation angespannt – und die Bilder aus Kreta wirken wie aus einer anderen Welt.











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