Auslöser Iran-Krieg

Merz: „Folgen für die Wirtschaft wie bei Corona!“

Innenpolitik
31.03.2026 19:27

Deutschlands CDU-Kanzler Friedrich Merz warnt vor den massiven wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges und fürchtet Einschnitte, wie zuletzt bei der Corona-Pandemie. ÖVP-Kanzler Christian Stocker pocht indes auf eine noch raschere Energiewende.

Ein Krieg in Nahost, aber viele Verlierer in ganz Europa. Wie berichtet, haben die USA und Israel ihre schweren Angriffe auf den Iran in der nunmehr fünften Kriegswoche weiter fortgesetzt. Ein massiver Konflikt, der den weltweiten Waren- und Rohstoffverkehr massiv beeinflusst – und Europas Wirtschaft bald noch mehr fordern könnte. Deutschlands Kanzler Friedrich Merz warnt daher bereits vor den wirtschaftlichen Folgen des Krieges und Belastungen, wie sie Deutschland zuletzt in der Corona-Pandemie oder zu Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erlebt habe.

Stocker: „Abhängigkeiten reduzieren!“
„Der Krieg im Iran führt uns einmal mehr vor Augen, wie unmittelbar sich geopolitische Konflikte auf unseren Wirtschaftsstandort auswirken können“, erklärt Österreichs Kanzler Christian Stocker der „Krone“. Noch klarer als die Analyse des internationalen Konflikts fällt für den Regierungschef die Reaktion auf nationaler Ebene aus. Sie lautet: Energiewende – mehr denn je!

„Obwohl Österreich beim Anteil erneuerbarer Energie europaweit an der Spitze liegt, sind wir in Teilen weiterhin von Energieimporten aus dem Ausland abhängig. Genau hier müssen wir ansetzen. Wir brauchen eine krisensichere, leistbare und verlässliche Energieversorgung“, meint Stocker mit Blick auf das ja gerade erst neu beschlossene Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz.

Zudem gelte es, bestehende Abhängigkeiten zu reduzieren – durch eine nachvollziehbare Preisbildung, eine Diversifizierung der Energiequellen und durch resilientere Lieferketten. „Das ist nicht nur Energiepolitik, das ist Standortpolitik und Sicherheitspolitik zugleich“, sagt der Kanzler. Neben der langfristigen Perspektive bekennt sich Bundeskanzler Stocker zu kurzfristigen Unterstützungsmaßnahmen für die Bevölkerung: „Es ist nicht möglich, den Rohölpreis, der durch den Krieg massiv gestiegen ist, in Österreich auf Vorkrisenniveau zurückzusetzen. Leider sind damit auch Preissteigerungen an der Tankstelle verbunden. Was wir aber tun können, ist, den Menschen die steuerlichen Mehreinnahmen zurückzugeben. Weder der Staat noch die Mineralölwirtschaft sollen durch die Krise überproportionale Gewinne machen.“

Pernkopf und NÖ-Bauernbunddirektor Paul Nemecek waren zu Gast bei Stocker.
Pernkopf und NÖ-Bauernbunddirektor Paul Nemecek waren zu Gast bei Stocker.(Bild: BKA)

Politischen Zuspruch für die Vorhaben gibt es nicht zuletzt auch bereits von der Landesebene. „Die Welt-Nachrichten sind beherrscht von Kriegen und Teuerung. Davon kann sich Österreich natürlich nicht abkapseln. Aber es ist unsere Verantwortung, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um die Versorgung sicher zu halten und das Leben wieder leichter zu machen. Dabei kämpfe ich für jede Entlastung. Die angekündigte Senkung der Stromtarife durch Versorger wie Verbund und EVN kommt und hält. Dafür haben wir uns eingesetzt und davon erwarte ich mir eine deutliche Entlastung!“, meint etwa Niederösterreichs ÖVP-Landesvize Stephan Pernkopf, der Stocker diese Woche bereits besuchte.

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