Grazer Kleinkunstpreis

Nach spannendem Finale: Die Vögel sind gelandet

Steiermark
29.03.2026 13:19

Zum 40. Mal wurde am Samstag der Grazer Kleinkunstvogel verliehen. Diesem Nachwuchspreis verdanken viele Kabarett-Stars ihre Karriere. Heuer gingen die Preise an Jonas Bonas und Babsi Eichberger.

„Heuer ist vielleicht der beste Jahrgang meiner Ära“, sagt Veranstalter und Moderator Simon Pichler beim Finale am Samstagabend. Und aus seinem Mund will das etwas heißen. Seit Jahrzehten schon leitet er mit dem Grazer Kleinkunstvogel einen den bedeutendsten Kabarett-Nachwuchspreise des deutschsprachigen Raums – zu den bisherigen Gewinnern zählen unter anderem Michael Mittermeier, Paul Pizzera oder Clemens Maria Schreiner. Und tatsächlich waren die heurigen sechs Finalkandidaten allesamt preisverdächtig.

Mit grandios schlechten Wortwitzen zum Sieg
Letztlich aber waren die Entscheidungen – sowohl der Jury als auch des Publikums – doch recht eindeutig. Der Grazer Kleinkunstvogel 2026 ging an den Welser Stand-up-Comedian Jonas Bonas, der sich auf Instagram mit seinen schlechten Wortwitzen über österreichische Bahnhöfe schon eine erachtliche Fan-Base erarbeitet hat. Im Vogel-Finale überzeugte er die Jury aber nicht nur mit seinen bummellustigen Wortwitzen („Was ist das Gegenteil von Einzelhändler? Tausendfüßler.“), sondern vor allem auch damit, was er mit diesen macht: Auf grandiose Weise räumt er mit den Vorteilen gegenüber der angeblich so faulen „Gen Z“ auf und stellt ein für alle Mal klar: „Ich bin ned faul, es gfreit mi nur ned“. Die Jury hatte aber sichtlich ihre Freude mit ihm und belohte ihn mit dem Hauptpreis.

Relativ eindeutig war auch das Votum des Publikums: Mehr als die Hälfte sprach sich dafür aus, den „Steirerkrone“-Publikumspreis an das Duo Eichberger und Niemand zu vergeben, hinter dem sich in Wahrheit nur die gradiose Kabarettistin Babsi Eichberger versteckt. In ihrem neuen Programm „Gemeindebau“ (aus dem sie in Graz Szenen spielte), schlüpft sie in die Rollen verschiedener Persönlichkeiten aus dem titelgebenden Wiener Biotop: Und so treffen in einem Pointen-Feuerwerk unter anderem ein rappender Lehrling mit Aspiration zum Lieferservice-Superstar, eine dümmliche TikTok-Influencerin, die den Umstieg zu einem realen Tagebuch versucht, und eine esoterische Tussi, die jeden Tag nicht nur die Zukunft auspendelt, sondern auch zur Arbeit pendeln muss, aufeinander. 

Für beide Gewinner ist der Sieg auch mit künftigen Auftritten im Grazer Theatercafe verbunden. Es lohnt sich die beiden jungen Talente (sowie die anderen Finalisten Nini Hölzl, Jürgen Tasch, Roman Josef Schwendt und Philipp Matthias) zu entdecken. 

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