Berührende Ausstellung in Mauer verleiht der Psyche eine Stimme. Bei vollen Klinikbetrieb zeigt die Schau wie Erkrankungen behandelt wurden im Laufe der Zeit.
Wo einst hinter Mauern geschwiegen wurde, wird heute offen über Angst, Hoffnung und die Zerbrechlichkeit der Seele gesprochen. Rund 600 Gäste verfolgten die Eröffnung der Landesausstellung im Klinikum Mauer. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte beim Festakt die gesellschaftliche Bedeutung psychischer Gesundheit und die Notwendigkeit, Tabus abzubauen und den Diskurs darüber zu stärken.
NS-Vergangenheit wird sichtbar
Die Ausstellung zeigt mit mehr als 640 Objekten aus 250 Jahren Medizingeschichte sowohl Entwicklungen der Psychiatrie als auch persönliche Schicksale auf. Sie erzählt von Ausgrenzung und Leid, aber auch vom Wandel hin zu mehr Menschlichkeit. Ein eigener Lernort widmet sich den NS-Medizinverbrechen am Standort und erinnert an die Opfer als Teil der historischen Aufarbeitung.
Die Jugend brachte sich auch ein: Volksschulkinder gestalteten die „Familienspur“ und verleihen dem Thema eine direkte, unverstellte Perspektive. Ein kuratierter Rundweg verbindet Schauplätze am Areal und macht den Besuch zur eindrucksvollen Erfahrung.
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