21.06.2014 11:24 |

Auch Experten ratlos

Schwan als Gästeschreck am Kärntner Ossiacher See

Seit Tagen schon terrorisiert ein Schwan die Badegäste am Ossiacher See in Kärnten. Und nicht nur das: Einige von ihnen wurden von dem rabiaten Tier sogar schon verletzt. Um eine rasche Lösung für die gefiederte Gefahr zu finden, wurden am Freitag zwei Experten zum See beordert, die die Lage beurteilen sollten – und wurden prompt selbst von dem aggressiven Schwan attackiert.
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"Was soll ich tun? Fünf Hotelgäste hat der Schwan heuer schon verletzt!" Hotelier Herodwig Orasch - selbst auch schon ein Opfer des Schwans - befindet sich am Rande der Verzweiflung: "Schon im Vorjahr war der Schwan auffällig, aber heuer ist er richtig aggressiv." Schwimmen ist im Bereich des Hotels nur möglich, wenn andere Gäste mit Rudern bewaffnet für Schutz sorgen. Den Badestrand hat Orasch bereits mit einem Zaun gesichert, um die Sonnenanbeter vor dem gefiederten Rowdy zu schützen.

"Verteidigen ihre Jungen"
Um eine Lösung zu finden, wurde Dietmar Streitmaier von der Natur- und Wildstation Kärnten zu Hilfe gerufen. Er hat am Freitag mit Landeszoologe Bernhard Gutleb das auffällige Tier beobachtet. Und selbst der Wildexperte wurde sofort attackiert, als er sich ins Wasser traute: "Das Problem ist, dass die Tiere ständig gefüttert werden und sich daher auch mit Jungtieren in Menschennähe aufhalten. Sie verteidigen natürlich ihre Jungen."

Schwäne, die Menschen angreifen, sind für Streitmaier nichts Außergewöhnliches: "Das Problem haben wir an den meisten Badeseen in Kärnten, weil die Population sehr hoch ist und Tiere ihr Revier beanspruchen." Eine Lösung scheint jedenfalls noch nicht in greifbarer Nähe zu sein. Anspruch auf einen Schadensersatz – etwa für ausbleibende Gäste – oder auf Schmerzensgeld nach Schwan-Attacken gibt es laut Gutleb ürbigens nicht.

"Der Schwan muss weg, oder wir sind gezwungen, unseren Hotelbetrieb zu verkaufen", so Hotelier Orasch verzweifelt.

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