Gutachterin erkrankt

Rätselhafter Messerstich vor Innsbrucker Nachtclub

Tirol
24.03.2026 19:00

Ein 30-Jähriger soll in Innsbruck einem Mann unbemerkt ein Messer in den Rücken gerammt haben. Ein Überwachungsvideo könnte den Fall klären – doch der Prozess wurde überraschend vertagt.

Ein Überwachungsvideo könnte zum entscheidenden Beweis in einem brisanten Mordversuchsprozess werden. Doch die mit Spannung erwartete Verhandlung am Innsbrucker Landesgericht wurde bereits nach den Eröffnungsplädoyers überraschend vertagt – die psychiatrische Gutachterin fiel krankheitsbedingt aus.

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Mein Mandant ist kein Verrückter, der wahllos auf Menschen einsticht.

Verteidiger Markus Abwerzger

Dabei wiegt der Vorwurf schwer: Ein in Tirol geborener Franzose (30) soll vor fast genau 13 Monaten vor einem Nachtclub nahe dem Innsbrucker Hauptbahnhof einem Einheimischen (24) mit einem Messer in den Rücken gestochen haben. Das Motiv? Mehr als rätselhaft! Vorgeschichte gibt es offenbar keine. Der Angeklagte soll nur beobachtet haben, wie das spätere Opfer und ein Kellner handgreiflich wurden – und dann plötzlich zugestochen haben. Gesehen hat die Tat niemand und auch der 24-Jährige selbst bemerkte die Schnittwunde erst Sekunden später, als Blut über seinen Rücken lief. Er überlebte nur durch Glück.

Zunächst geriet der Kellner ins Visier der Ermittler. Doch die Analyse des Videos brachte die Wende: Darauf soll zu sehen sein, wie der Verdächtige unauffällig zusticht, das Messer einklappt und weiter in Ruhe zuschaut. „Es hätte jeden treffen können“, so der Staatsanwalt. Der Verteidiger entgegnete: „Mein Mandant ist kein Verrückter, der wahllos auf Menschen einsticht.“

Wann der Prozess fortgesetzt wird, ist noch offen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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