Die abgelaufene Snowboard-Saison lief für die Salzburgerin Claudia Riegler überhaupt nicht nach Wunsch. Mit der „Krone“ sprach die 52-Jährige über die Gründe für ihren unterdurchschnittlichen Winter und warum sie trotzdem auch im kommenden Jahr an den Start gehen wird.
Kein Podestplatz und im Gesamtweltcup nur auf Rang 20: Die abgelaufene Snowboard-Saison war für „Grande Dame“ Claudia Riegler keine, die ihr in positiver Erinnerung bleiben wird. „Ich hatte wirklich kein gutes Jahr. Das war wohl der schwierigste Winter in meiner Karriere“, zeigt sich die 52-Jährige selbstkritisch.
Wenn es ein paar Mal hintereinander nicht nach Plan läuft, ist diese Selbstverständlichkeit auf einmal weg.
Claudia Riegler
Wie es dazukam? „Eigentlich hat es gar nicht so schlecht angefangen, die Rennen im Dezember waren in Ordnung. Aber im Jänner lief es dann suboptimal, da hatte ich einen Ausfall nach dem anderen. Zudem kam mein Sturz in Bulgarien, wo ich auf den Kopf gefallen bin“, resümiert die Flachauerin, die für ihre Misere auch eine Erklärung hat: „Wenn es ein paar Mal hintereinander nicht nach Plan läuft, ist diese Selbstverständlichkeit auf einmal weg. Man fährt dann nicht mehr mit dem letzten Risiko, weil man nicht schon wieder ausscheiden will. Aber wenn man nicht auf dem letzten Zacken unterwegs ist, hat man bei uns keine Chance.“
Wie eine Olympiasiegerin
Und trotzdem gab es in dieser Saison auch Höhepunkte. „Dass ich bei Olympia ins Finale der Top-16 gekommen bin, war wirklich schön“, so Riegler, die in Italien viel Aufmerksamkeit erhielt. Schließlich wurde sie mit ihren 52 Jahren die älteste Teilnehmerin in der Geschichte der Winterspiele. „Im Zielraum durfte ich eineinhalb Stunden diverse Interviews geben. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich gerade Olympiasiegerin geworden“, lacht die Snowqueen, die sich jetzt auf ein paar ruhigere Tage freut.
Doch dann wird sie auch zeitnah wieder mit der Vorbereitung auf den nächsten Winter beginnen. Denn das Karriereende ist erst für kommendes Jahr geplant. „Auch wenn es heuer nicht optimal gelaufen ist, habe ich bei einzelnen Läufen gesehen, dass ich immer noch schnell sein kann. Die Heim-WM in Montafon 2027 soll mein krönender Abschluss werden.“
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