Fingerscan per Handy

Fahnder setzen jetzt auf „Prinzip Hollywood“

Österreich
23.03.2026 16:00

Fast wie im Film: Fingerabdruck-Scan am Diensthandy der Polizisten stoppt jetzt Kriminelle in kürzester Zeit. Schluss mit langen Wartezeiten oder Fahrten zur Dienststelle – die Handschellen klicken sofort!

Gebannt schauten Krimi-Fans weltweit in die Röhre, als die Hollywood-Serien CSI & Co. zum ersten Mal über die Bildschirme flimmerten. Das heimische Bundeskriminalamt (BK) nimmt sich nun wohl ein Vorbild an den fiktiven US-Ermittlern. Mit weltweit einzigartiger Technologie gehen die Beamten ab sofort auf Verbrecherjagd.

Statt in mühsamer Kleinstarbeit die Fingerabdrücke von Verdächtigen am Posten einzuscannen, reicht jetzt das eigene Diensthandy. Gemeinsam mit den Top-Forschern vom AIT wurde die spektakuläre „BioCapture“-Technologie entwickelt – und die hat es in sich!

Hightech-Jagd passiert künftig auf Knopfdruck
Was bisher nur im Fernsehen möglich schien, wird nun Realität auf Österreichs Straßen: Polizistinnen und Polizisten können Fingerabdrücke direkt vor Ort – kontaktlos! – mit dem Smartphone scannen. Innerhalb weniger Minuten wird abgeglichen, ob die kontrollierte Person gesucht wird oder sich illegal im Land aufhält. Schluss mit langen Wartezeiten oder Fahrten zur Dienststelle – die Entscheidung fällt sofort.

Die neu entwickelte „BioCapture“-Technologie vom AIT liefert Ergebnisse in Echtzeit.
Die neu entwickelte „BioCapture“-Technologie vom AIT liefert Ergebnisse in Echtzeit.(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)
(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)
(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)
(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)
(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)
Holzer und Karner (re.) präsentieren das Projekt in Wien.
Holzer und Karner (re.) präsentieren das Projekt in Wien.(Bild: Martin A. Jöchl)
Mit wenigen Handgriffen kommen die Ermittler zu Fingerabdruck und Akte.
Mit wenigen Handgriffen kommen die Ermittler zu Fingerabdruck und Akte.(Bild: Martin A. Jöchl)

Innenminister Gerhard Karner spricht sogar von einer „kleinen internationalen Sensation“. Und tatsächlich: Die Technik sorgt bereits jetzt für Aufsehen, weit über die Landesgrenzen hinaus. Die ersten Zahlen aus dem Probebetrieb sind, laut BK-Direktor Andreas Holzer, durchwegs beeindruckend.

Bei 643 Kontrollen gab es gleich 170 Treffer im Fahndungssystem. Mehrere gesuchte Personen konnten trotz falscher Angaben identifiziert werden. Sogar ein mutmaßlicher Drogendealer ging den Ermittlern so ins Netz – dank kurzem Scan am Handy.

Zitat Icon

Das Projekt ist eine kleine internationale Sensation. Die ersten Zahlen aus dem Probebetrieb sind beeindruckend, das weckt großes Interesse.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP)

Österreich als Vorreiter: Internationales Interesse
Gleichzeitig wird betont: Der Datenschutz bleibt gewahrt. Die gescannten Fingerabdrücke werden nur für den unmittelbaren Abgleich genutzt und danach sofort gelöscht. Die innovative Technologie wurde über Jahre hinweg entwickelt und rechtlich abgesichert.

Schon jetzt interessieren sich internationale Sicherheitsbehörden für das System. Sogar bei einer UNO-Veranstaltung in New York soll „BioCapture“ präsentiert werden. Unsere Fahnder spielen also endgültig in „Hightech-Hollywood“ mit.

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