TSG-Coach Christian Ilzer hat nach der bitteren 0:5-Klatsche seiner Hoffenheimer gegen RB Leipzig kein Blatt vor den Mund genommen. Der Österreicher zeigt sich vom Auftritt seines Teams enttäuscht und klagt: „Heute haben wir nur die Türen aufgehalten wie ein Butler. Und das war‘s dann.“
So gut die Saison für die TSG bisher auch gelaufen ist, so schlecht war der Auftritt gegen RB Leipzig am Freitagabend. Im Vorfeld war man sich der Bedeutung der Partie dabei durchaus bewusst. Ein Sieg gegen Leipzig hätte die Hoffenheimer der Champions League schon zum Greifen nahe bringen können. Am Ende gab es aber eine bittere 0:5-Klatsche.
Der Underdog im Kampf um die Königsklasse gerät plötzlich doch gefährlich ins Straucheln. Ilzer ist dementsprechend bedient: „Wir sind hier in einer elitären Gesellschaft, die eigentlich vorgehabt hat, eine geschlossene Party um die Champions-League-Plätze zu veranstalten. Wir sind der Partycrasher in dieser Gruppe“, beginnt der 48-Jährige und redet sich dann gegenüber „Bild“ in Rage: „Heute waren wir alles andere als ein Partycrasher. Heute haben wir nur die Türen aufgehalten wie ein Butler. Und das war‘s dann.“
Länderspielpause kommt gerade recht
Nach dem 0:1 ergab sich sein Team fast schon wehrlos dem Schicksal. „Mit dem ersten Gegentor ist im Kollektiv einfach das abhandengekommen, was uns bisher ausgezeichnet hat: das Gemeinsame. Einfach unangenehm zu sein, eklig zu sein. Wir waren heute nicht eklig, wir waren heute nicht unangenehm“, rechnet Ilzer deshalb mit seinem Team ab.
Er freue sich nun auf die Länderspielpause, so der Coach, der zugibt: „Natürlich drückt so ein Spiel aufs Selbstvertrauen. Da tut dieser Abstand, dieser Kontrast, dann vielleicht auch ganz gut.“ Mal sehen, ob man sich anschließend für das anstehende Saisonfinale wieder fängt.
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