Analysten berichten:
Ukraine konnte erste Frühjahrsoffensive abwehren
Das ukrainische Militär hat eine erste Frühjahrsoffensive des Kriegsgegners abgewehrt. Das berichteten jetzt mehrere Militärbeobachterinnen und Militärbeobachter. Allerdings sind nicht alle optimistisch. Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) schrieb, dass die russische Armee vermutlich die nächste Offensive vorbereite – mit verstärkten Erkundungsangriffen.
Das ukrainische Heer sprach von hohen russischen Verlusten. Innerhalb von 24 Stunden seien 1240 russische Soldatinnen und Soldaten gestorben oder verletzt worden. Es habe 161 einzelne Gefechte gegeben. Die Kämpfe an der Front im Osten des Landes hätten sich in den vergangenen Tagen verstärkt, teilte der Kiewer Generalstab mit. Diese Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen, sie lagen zuletzt aber deutlich höher als in den vergangenen Wochen. Die russischen Angriffe dürften sich seit Dienstag verstärkt haben.
Schwerpunkte der Kämpfe soll erneut die Stadt Pokrowsk im Industriegebiet Donbass sein. Geländegewinne wurden weder für die eine noch für die andere Seite bekannt. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass seine Truppen auf dem Vormarsch seien. Militärnahe russische Bloggerinnen und Blogger gestehen aber Probleme an bestimmten Frontabschnitten im Norden und Süden ein.
Erstmals mehr Fläche zurückerobert als verloren
Die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine stützt sich vor allem auf den umfassenden Einsatz von Drohnen. Im Februar hatte das ukrainische Heer laut eigenen Berechnungen erstmals seit 2023 wieder mehr Fläche zurückerobert als verloren.
In der Nacht auf Samstag hat das ukrainische Militär Russland mit mehr als 280 Drohnen angegriffen. Diese wurden laut dem russischen Verteidigungsministerium abgefangen. Einige Drohnen wurden laut Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin auf die Hauptstadt angefeuert, andere auf den Süden und Südwesten des Landes. Laut Berichten wurden eine Stickstofffabrik und Ölraffinerien getroffen. Offiziellen Angaben nach gab es nur einen Treffer, und zwar auf ein unbewohntes neues Hochhaus. Die Drohnen störten zudem den Flugverkehr an mehreren russischen Flughäfen.









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