Gast flog aus Talkshow

Eklat in Russen-TV: Ukraine-Drohnen „sehr gut“

Ausland
03.03.2026 13:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ausgerechnet in einer Sendung des russischen Staatsfernsehens stellte Militärblogger Kirill Fedorov die militärische Stärke Russlands infrage. Doch der Talkshow-Gast ging sogar noch einen Schritt weiter: Er lobte live im Fernsehen die Ukraine und erklärte, dass er einen Krieg mit China nicht ausschließe.

Der russische Moderator Wladimir Solowjow nimmt es in seiner Sendung mit der Wahrheit nicht ganz so genau und wettert gerne gegen die Ukraine und den Westen. Mit Studio-Gast Fedorov hatte Solowjow deshalb wohl keine Freude. In der Sendung brach der Militärblogger mit den üblichen Lobeshymnen auf Russland, wie die „Bild“-Zeitung berichtet.

Mit Blick auf die ukrainischen Drohnenoperationen sagte Fedorov gar das Unsagbare und lobte den Feind: „Da sind sie leider sehr gut.“ Er begründete diese Aussage auch. Das Bild der Funkdrohnen „bleibt praktisch bis kurz vor dem Boden erhalten“, erklärte er.

Der Blogger zählte auch gleich eine Reihe von Eigenschaften auf, die die ukrainischen Drohnen auszeichnen. „Sie haben besser entwickelte Relais-Stationen, eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit gegen elektronische Kampfführung. Sie haben eine Basisstation, über die gleichzeitig Glasfaser- und FPV-Drohnen betrieben werden.“

Der Talkshow-Gast sprach davon, dass die ukrainischen Drohnenoperationen „sehr gut“ seien. ...
Der Talkshow-Gast sprach davon, dass die ukrainischen Drohnenoperationen „sehr gut“ seien. (Archivbild)(Bild: AFP/ROMAN PILIPEY)

„Schließe Krieg mit China nicht aus“
Auch bei einem anderen Thema stellte sich Fedorov gegen die Kreml-Linie. „Wir müssen uns mit den Ländern zusammentun, mit denen wir nicht in Konflikt geraten – etwa bei der Nutzung derselben Satelliten. Offensichtlich nicht mit engen Nachbarn. Ich schließe einen Krieg mit China nicht aus“, sagte er. China gilt als Partner von Russland.

Nach diesen Aussagen musste der Militärblogger die Sendung des russischen Staats-TV verlassen, wie „Bild“ unter Berufung auf das ukrainische Online-Portal dialog.ua berichtet.

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