Ist die Steiermark auf den Geschmack gekommen? Nach dem fixierten Spitalsvertrag mit Bad Ischl könnte es auch in einem weiteren Gesundheitsthema eine Kooperation geben: bei der notärztlichen Versorgung der Region Eisenstraße. Die SPÖ ist bereits alarmiert.
Seit Jahren fordern Bewohner und Politiker der entlegenen steirischen Region Eisenstraße einen eigenen Notarztstützpunkt. Auch das Rote Kreuz ist dafür – und kritisierte zuletzt in einem mehr als 50-seitigen Schreiben die Stellungnahme von drei Ärzten aus dem Vorjahr, wonach ein eigener Stützpunkt nicht notwendig sei. Die Landesregierung sieht – sehr zum Ärger vor allem der SPÖ – ebenfalls keine Notwendigkeit, am Status quo etwas zu ändern.
Nun wird auf höchster Ebene anscheinend an einem Plan B gearbeitet. Es gibt Gespräche mit Ober- und Niederösterreich über eine mögliche bundesländerübergreifende Lösung. Sie sollen aber laut „Krone“-Infos erst ganz am Anfang sein.
„Das ist für uns nicht verhandelbar“
Die SPÖ hat jedenfalls schon Wind davon bekommen – und will weiterhin eine eigenständige steirische Lösung. „Das ist für uns nicht verhandelbar, betroffen sind ja Tausende in einer weitläufigen Region, die sich bis nach Wildalpen erstreckt“, betont Klubobmann Hannes Schwarz. „Mario Kunasek (FPÖ-Landeshauptmann, Anm.) hat vor der Wahl die beste Gesundheitsversorgung für alle Steirerinnen und Steirer versprochen und ist nun gefordert, dieses Versprechen auch einzulösen.“
Schwarz fordert von der Landesregierung mehr „Transparenz“ und keine Gespräche hinter verschlossenen Türen. „Der Unterausschuss Rettungswesen Mitte Mai mit Expertinnen und Experten ist der richtige Rahmen für eine seriöse Debatte.“
Steirer zahlen 3,8 Millionen Euro nach Oberösterreich
Die SPÖ ist auch gegen die Spitalskooperation zwischen dem LKH Bad Aussee und dem Salzkammergut-Klinikum in Bad Ischl. Die Oberösterreicher verpflichten sich, Patienten aus dem Bezirk Liezen in den Fächern Chirurgie und Innere Medizin aufzunehmen und erhalten dafür laut Berechnungen 3,8 Millionen Euro im Jahr. Der Vertrag ist jährlich kündbar. Schwarz: „Eine derartige Unsicherheit darf es nicht auch noch in der Notarztversorgung geben.“
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