Der tragische Tod eines 19-Jährigen am Buchauer Sattel hat eine politische Debatte über die Notfallversorgung in der Region Steirische Eisenstraße ausgelöst. Der Forderung nach einem eigenen Notarztstützpunkt erteilt Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) eine Abfuhr – seine aktuelle Argumentation sorgt jedoch für Irritation.
Der tragische Tod eines 19-Jährigen am Buchauer Sattel im vergangenen Herbst hat die Diskussion über die notärztliche Versorgung in der Steirischen Eisenstraße erneut angefacht. Die SPÖ nahm den Vorfall zum Anlass, um beim zuständigen ÖVP-Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl die Einrichtung eines eigenen Notarztstützpunkts für die entlegene Region zu fordern. Unterstützt wird dieses Anliegen auch von Ärzten aus der Region sowie von der Rotkreuz-Bezirksstelle Liezen, wir haben berichtet.
Ein eigener Stützpunkt ist die einzige Möglichkeit für eine gesicherte notärztliche Versorgung. Auch ein Hubschrauber bietet keine Gewissheit.

SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz
Bild: SPÖ Stmk.
Todesursache unklar
Dennoch reagiert man einmal mehr ablehnend. In einer schriftlichen Anfragebeantwortung, die der „Krone“ vorliegt, argumentiert Kornhäusl, der Tod des jungen Mannes sei auf einen „plötzlichen Herztod“ zurückzuführen und damit kein Beleg für eine mangelhafte Notfallversorgung. Jedoch: Eine Obduktion, die diese Diagnose zweifelsfrei bestätigen würde, wurde angeblich nicht durchgeführt.
Zusätzliche Irritationen löst in diesem Zusammenhang die Kritik des Landesrats an einem Bericht der Rotkreuz-Ortsstelle St. Gallen aus. Diese Ortsstelle existiert in der Steiermark nämlich gar nicht. Da stellt sich die berechtigte Frage: Fallen politische Entscheidungen vor allem am Schreibtisch in Graz?
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