Immer mehr Mitarbeiter gefährden unbewusst die IT-Sicherheit ihrer Unternehmen: Auf Arbeitsrechnern werden offenbar vermehrt raubkopierte und manipulierte Programme installiert – mit potenziell gravierenden Folgen wie Datenklau, Systemausfällen und Erpressung durch Hacker.
Alarm für viele heimische Unternehmen: Immer mehr Mitarbeiter installieren offenbar raubkopierte und manipulierte Software auf ihren Arbeitscomputern und bringen damit ganze Firmen in Gefahr. Das zeigt ein aktueller Bericht des Cybersicherheitsunternehmens Barracuda Networks mit Sitz in Innsbruck.
Datenklau und Lösegeld-Erpressungen drohen
Die Folgen können gravierend sein! Illegale Programme enthalten häufig Schadsoftware – ein Einfallstor für Kriminelle, die so leicht Daten stehlen, Computer sperren oder Lösegeld fordern können. „Solche Programme erhalten keine Updates – Sicherheitslücken bleiben also offen“, erklärt Klaus Gheri, Europachef von Barracuda.
Mitarbeiter, die kostenlose, inoffizielle oder nicht lizenzierte Software auf ihre Arbeitsgeräte herunterladen, stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Klaus Gheri von Barracuda Networks
Bild: Barracuda Networks
Oft tauchen im Zuge illegaler Software-Aktivitäten Dateien mit harmlos klingenden Namen wie „activate.exe“ auf, die vertrauenswürdig wirken sollen. „Diese werden meist im Download-Ordner gespeichert und der Nutzer muss für solche Programme oft selbst etwas anklicken oder ausführen“, heißt es seitens der Sicherheitsfirma. Häufig gibt es auch Anleitungen, wie Schutzmechanismen umgangen werden können – ein klares Zeichen für illegale Nutzung.
Die Experten von Barracuda konnten zuletzt alle identifizierten Fälle neutralisieren, bevor sie dauerhaften Schaden anrichteten. „Mitarbeiter, die nicht lizenzierte Software auf Arbeitsgeräten herunterladen, stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Betriebe müssen daher dringend Schutzmaßnahmen ergreifen. Ein Fokus sollte auf fortschrittlichen Sicherheitslösungen, eingeschränkten Nutzerrechten und Mitarbeiterschulungen liegen“, sagt Gheri.
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