Im Herbst droht Chaos

Plötzlich Sorge um Pendler in (fast) jeder Partei

Niederösterreich
21.03.2026 11:00

In knapp einem halben Jahr drohen mit der Sperre der S-Bahn-Stammstrecke chaotische Zeiten für Wien-Pendler. Plötzlich werden auch in Niederösterreich die Parteien munter: Forderungen, Petitionen, Anträge!  

„Rettet die Pendlerinnen und Pendler!“ Mit diesem dramatischen Aufruf springen die NEOS jenen Landsleuten zur Seite, deren Fahrt zur Arbeit ab September zu einer täglichen Odyssee zu werden droht. Über ein Jahr lang wird die Stammstrecke, also die bahntechnische Hauptverkehrsachse durch Wien, wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. „Chaos und Frust der Pendler müssen abgemildert werden“, fordert NEOS-Landeschefin Indra Collini. Ihr Verkehrssprecher Christoph Müller legt dazu ein in eine Petition verpacktes, pinkes Forderungspaket vor. Es reicht von der Ausweitung der Kernzone 100 über Schnellbuslinien aus dem Umland zu U-Bahn-Stationen bis hin zu mehr Zügen auf der Franz-Josefs-Bahn.

Ecker will mit grüner Petition Landespolitik wachrütteln.
Ecker will mit grüner Petition Landespolitik wachrütteln.(Bild: Imre Antal)
Collini (li.) und Müller präsentieren pinkes Forderungspaket.
Collini (li.) und Müller präsentieren pinkes Forderungspaket.(Bild: Christoph Weisgram)

Landespolitik wachrütteln
Ebenfalls mit einer Pendler-Petition wollen die Grünen Landespolitik und ÖBB wachrütteln. „Wenn ab September 250.000 Menschen zusätzlich in U- und Straßenbahnen drängen, wird sich das mit Taktverdichtungen nicht ausgehen“, warnt der grüne Verkehrssprecher Georg Ecker. Auch die Öko-Partei drängt für die Dauer der Streckensperre auf Ersatzbusse für die Pendler.

Keine konkreten Maßnahmen
Und auch die Landeskoalition ist mittlerweile draufgekommen, dass „zusätzliche Maßnahmen für Pendler“ notwendig sein werden. Immerhin werde die mehrmonatige Sperre der Stammstrecke „zwangsläufig zu erheblichen Verlagerungen von Fahrgastströmen“ in der Ostregion führen, wie die Abgeordneten Florian Krumböck (ÖVP) und Hubert Keyl (FPÖ) scharf kombinieren. Sie fordern in ihrem Antrag, der am kommenden Donnerstag im Landtag abgesegnet werden wird, nichts Konkretes – nur dass die Landesregierung mit dem Verkehrsverbund und den ÖBB ein „leistungsfähiges Ersatzverkehrskonzept erarbeiten“ und dabei die Wiener Linien und den Verkehrsminister einbinden solle.

Einzig von den Sozialdemokraten hört man zu diesem Thema bis dato nichts – die verlassen sich wohl auf ihre Wiener Genossen.

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