Großes Comeback

„Braunschlag 1986“: Das Waldviertel ist wieder in

Unterhaltung
19.03.2026 05:00

14 Jahre nach dem ORF-Sensationserfolg kehrt Macher David Schalko für zwei neue Episoden ins fiktive Waldviertler Dorf zurück – grellbunt, überspitzt und schwarzhumorig. Und mit mehreren Handvoll Kapazundern der heimischen Schauspielszene.

Jahrelang hat sich „Braunschlag“-Macher David Schalko gegen eine Fortsetzung seiner Erfolgsserie aus 2012 gestemmt – bis ihm die richtige Eingebung kam und damit auch die Motivation, wieder loszulegen. Das Ergebnis heißt „Braunschlag 1986“, ist am 20. und 21. 3. um jeweils 20.15 Uhr in Spielfilmlänge auf ORF 1 zu sehen und dürfte für ansprechend hohe Quoten sorgen.

Es geht 40 Jahre zurück
„Es macht einen Unterschied, ob man eine Serie nach einem oder 14 Jahren fortsetzt“, so Schalko im Interview, „die Figuren müssen sofort in einer gegenwärtigen Handlung interagieren, obwohl diese Zeit dazwischen vergangen ist.“ Die Kurzfassung: Um nach einem Atomunfall wieder Touristen nach Braunschlag zu locken, transferiert man den Ort ins Jahr 1986 zurück. Frei nach dem Motto „Nostalgie trifft Digital Detox“ – mit allen Vor- und Nachteilen.Das Wiedersehen mit Robert Palfrader, Nicholas Ofczarek, Maria Hofstätter, Manuel Rubey und Co. knüpft an die Ursprungsserie an, funktioniert aber auch eigenständig.

Die Rauschmittel sind andere, die Wirkung ähnlich: Richard Pfeisinger liebt das Delirium noch ...
Die Rauschmittel sind andere, die Wirkung ähnlich: Richard Pfeisinger liebt das Delirium noch immer.(Bild: ORF/Superfilm)

„Wenn man die erste Staffel kennt, hat man einen Mehrwert. Theoretisch muss man sie aber nicht gesehen haben, um die Handlung zu verstehen.“ Unweigerlich stellt sich bei der Rahmenhandlung die vielgetätigte Frage: War früher alles besser? „Meine Tochter schaut ,Stranger Things’ und wünscht sich einen Walkman“, so Schalko, „aber wir Zeitzeugen wissen auch noch, wie schrecklich damals alles war. In meiner Kindheit hatte ich im Waldviertel immer das Gefühl, das wahre Leben findet woanders statt.“

Das „Who is Who“ der heimischen Szene
Für „Braunschlag 1986“ hat Schalko dem „Who is Who“ der heimischen Schauspielszene nicht weniger als 15 Hauptrollen auf den Leib geschrieben. „Die Rollen spielen zu dürfen, ist ein Traum“, so Palfrader, „die Dialoge sind so gut geschrieben und dann hat man auch noch Freiheiten beim Spiel – einfach herrlich.“

Ein entscheidender Punkt ist natürlich die Veränderung des Humors. 1986 war er doch anders als in der Gegenwart. „Mich spricht Humor immer dann an, wenn er zu weit geht, wenn es ein Übergriff ist“, so Ofczarek, „das Lachen kommt aus einer Überraschung heraus. Es ist eine Form des Erschreckens in angenehmer Art und Weise.“ Schwarzer Humor, bewusst überspitzt und mit einem entlarvenden Kern – das sind die inhaltlichen Zutaten der Neuauflage, die sich das leistet, was Komödien öfter vertragen würden: eine kräftige Dosis Anarchie. 

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