Illegale Operationen

Klinik in Sofia verpflanzte Organhandel-Nieren

Ausland
07.01.2006 14:51
In einem angesehenen Krankenhaus in der bulgarischen Hauptstadt Sofia sind offenbar in den vergangenen zwei Jahren Nieren aus dem Organhandel verpflanzt worden. Mediziner der Sankt-Katharina-Klinik hätten gut zahlenden ausländischen Patienten in zwanzig Fällen Nieren eingepflanzt, berichtete die bulgarische Tageszeitung "Sega" am Samstag unter Berufung auf Ärzte- und Regierungskreise.

Das Krankenhaus habe pro Operation bis zu 15.000 Dollar (rund 12.000 Euro) in Rechnung gestellt. Wie Gesundheitsminister Radoslav Gaydarski der Tageszeitung "Standard" sagte, handelte es sich bei den Patienten hauptsächlich um wohlhabende Israelis, die sich Organe von Russen, Tschetschenen, Georgiern und Moldawiern einsetzen ließen. Wie viel diese für ihre verkauften Nieren bekamen, ging aus den Berichten nicht hervor.

Der frühere Krankenhausleiter Alexander Schirkow wies die Vorwürfe zurück. Organspender und -empfänger hätten "alle versichert, dass sie blutsverwandt seien", sagte er. Die Spender hätten eine Erklärung unterschrieben, wonach sie ihre Organe freiwillig "und nicht aus kommerziellen Gründen" zur Verfügung stellten. "Wir haben damit nichts zu tun." 

Schirkow war im vergangenen Jahr entlassen worden, nachdem die Klinik sich unter seiner Leitung immer mehr verschuldet hatte.

Foto: Symbolbild

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
07.01.2006 14:51
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung