Noch mehr Verkehr

Unterinntal-Bahntrasse ist ganzen Sommer gesperrt

Tirol
18.03.2026 12:31

Notwendige Baumaßnahmen verschärfen die Transit-Situation vom 10. Juli bis 14. September im Tiroler Unterland. Das Transitforum rund um Fritz Gurgiser fordert aus diesem Grund eine 7-Tage-Dosierung an den Grenzen.

Harte Zeiten kommen im Sommer auf die transitgeplagten Tirolerinnen und Tiroler zu. Wie Recherchen des Transitforum Austria ergeben haben, wird die Unterinntaltrasse von 10. Juli bis 14. September gesperrt. In dieser Zeit muss folglich der gesamte Bahnverkehr oberirdisch abgewickelt werden.

Um während dieser Zeit das totale Chaos auf der Autobahn und der oberirdischen Trasse zu verhindern, hat das Transitforum ein Paket geschnürt, das es von Behörden umzusetzen gelte. Herzstück dieses Pakets sei laut Obmann Gurgiser eine 7-Tage-Dosierung an den Grenzübergängen.

Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm
„Es geht darum, die täglich hohen volkswirtschaftlichen und direkten finanziellen, nicht abgeltbaren Kosten für Pendler, Nahversorgung sowie Tausende (!) unbezahlte Staustunden der Regionalwirtschaft aller Branchen, die zu massiven Wettbewerbsverlust bzw. Verteuerung aller Leistungen führen, im Vorhinein zu vermeiden. Ebenso muss eine Behinderung des öffentlichen Verkehrs und der Blaulichtorganisationen auf Grundlage gesetzlicher Schutzmaßnahmen gewährleistet bleiben“, sagt Fritz Gurgiser.

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Wer zu spät kommt, den bestraft die Transitlawine mit ihren vielfältigen Auswirkungen noch stärker als je zuvor!

Fritz Gurgiser, Obmann Transitforum Austria

Die technischen Möglichkeiten mit den Verkehrsberuhigungsanlagen seien gegeben. Sie müssen nur zeitgemäß in Zusammenarbeit der Behörden und Autobahnbetreiber in Deutschland, Italien und Österreich genutzt werden.

Nun sind die Behörden gefordert
Der Druck auf die Bevölkerung steige durch die – wegen bewusster Ignoranz des Verursacherprinzips – geltenden Lkw-Dumping-Mauttarife in Bayern und Südtirol sowie die Schließung der Rollenden Landstraße in der Schweiz wegen „Unrentabilität“ mit 31. Dezember 2025. Zusätzlich wird nun auch noch die Unterinntal-Trasse vom 10. Juli 2026 bis 14. September 2026 gesperrt. Der gesamte Bahnverkehr muss auf der oberirdischen Bestandsstrecke abgewickelt werden. „Diese Maßnahmen würden ohne Dosierung zu Rückverlagerungen auf die Gesamtstrecke Rosenheim-Verona führen! Deshalb haben wir vom Transitforum von den zuständigen Behörden auf Grundlage der VVV-Prinzipien (Vorsorge-, Vorbeugungs- und Verursacherprinzip) die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Schutznormen unter Beachtung der besonderen Bedingungen von dicht besiedelten und bewirtschafteten Gebirgstälern im alpinen Raum eingefordert“, sagt Gurgiser.

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