Eine Bluttat schockt die Tiroler Landeshauptstadt! Nach einer Wegweisung von seiner einheimischen Ehefrau (37) kehrte ein türkischer Staatsbürger (31) in die Wohnung zurück und erstach sie mit einem Küchenmesser. Im Anschluss nahm er sich selbst das Leben. Weitere Ermittlungen laufen noch. Die „Krone“ kennt die ersten Hintergrundinfos.
Ereignet hat sich die Schreckenstat in der Nacht auf Sonntag – laut „Krone“-Informationen in der Schützenstraße im Stadteil O-Dorf. Am Samstag hatte die 37-Jährige eine Anzeige erstattet und ausgesagt, dass sie von ihrem Ehemann mehrmals bedroht und geschlagen worden sei. „Der 31-Jährige bestritt die Taten jedoch vehement“, betont Philipp Rapold, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes Tirol, gegenüber der „Krone“. Nach Aufnahme der Anzeige wurde gegen den 31-Jährigen ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen.
Aufgrund der Auffindungssituation wird davon ausgegangen, dass der Ehemann nach der Wegweisung zur Wohnadresse zurückkehrte.

Philipp Rapold, stellvertretener Leiter des LKA Tirol
Bild: Johanna Birbaumer
Leichen in Stiegenhaus gefunden
Am Sonntag gegen 9 Uhr wurde die Polizei dann informiert, dass in einem Mehrparteienhaus im Stiegenhaus eine männliche und eine weibliche Leiche aufgefunden worden seien – und zwar im Rahmen der Kontrolle des Betretungs- und Annäherungsverbotes. „Aufgrund der Auffindungssituation wird davon ausgegangen, dass der Ehemann nach der Wegweisung zur Wohnadresse zurückkehrte“, schildert Rapold.
Wohnungstüre gewaltsam geöffnet
In weiterer Folge dürfte der Mann die Wohnungstüre gewaltsam geöffnet und seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen haben. „Zumindest gehen wir derzeit davon aus. Die Obduktion steht noch aus, diese findet frühestens am Montag statt“, weiß Rapold.
Anschließend nahm sich der 31-Jährige offenbar selbst das Leben. „Er dürfte sich das Küchenmesser in den Oberkörper gerammt haben“, erklärt Rapold.
Zwei Kinder sind nun Waisen, Handy kontrolliert
Besonders tragisch: Das Paar hinterlässt zwei Kinder im Alter von sechs und acht Jahren. Und laut dem Ermittler sei schon seit längerer Zeit bekannt, dass innerhalb dieser Familie Gewalt eine Rolle spielte. „Im vergangenen Jahr kam es immer wieder zu Körperverletzungen“, sagt Rapold, „der Täter dürfte recht eifersüchtig gewesen sein. So hat er zum Beispiel das Handy seiner Frau kontrolliert“.
Alles sieht danach aus, dass die 37-jährige Frau sich endlich von ihrem gewalttätigen Ehemann losreißen und sich aus seinen Fängen befreien wollte – doch sie hat es leider nicht geschafft ...
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