Turnusgemäß finden die nächsten Tiroler Landtagswahlen im Herbst 2027 statt. In einer Umfrage, die die Freiheitlichen in Auftrag gegeben haben, sitzt die FPÖ der Mattle-ÖVP bereits im Nacken. Zu derartigen Umfragen hat sich Claus Meinert, Chefredakteur der „Tiroler Krone“, ein paar Gedanken gemacht.
Was wäre, wenn ...? Das denken sich viele Menschen, die immer wieder „ihr Glück“ beim Lottospiel versuchen. Sich vor der Ziehung ausmalen, was sie nicht alles mit den vielen Millionen nach dem Gewinn des X-fach-Jackpots machen würden. Am Sonntagabend, unmittelbar nach Bekanntwerden der gezogenen Zahlen, weichen diese Träume der bitteren Erkenntnis – es war wieder nichts mit den Millionen.
Umfragen gehören im Vorfeld eines Wahlkampfes dazu, wie früher die Kugelschreiber und das Feuerzeug als Werbegeschenk.
Claus Meinert, Chefredakteur der „Tiroler Krone“
So oder ähnlich verhält es sich auch an Wahlsonntagen. Im Laufe des Vormittags werfen die Spitzenkandidaten, oftmals in Begleitung von Kind und Kegel, ihre Stimmzettel ein, lächeln dabei in die Kameras und betonen, ein „verdammt gutes Gefühl“ zu haben. Der Unterschied zum Lotto ist, dass Politiker oftmals auch am Abend, wenn die Zahlen bekannt sind, noch lächeln und erklären versuchen, warum der Wähler sich dieses Mal anders entschieden hat.
Umfragen gehören im Vorfeld eines Wahlkampfes dazu, wie früher die Kugelschreiber und das Feuerzeug als Werbegeschenk. Es gibt viele davon. Passen die Ergebnisse, erreichen sie das Licht der Öffentlichkeit. Sind die Zahlen alles andere als erfreulich, verschwinden sie auf Nimmerwiedersehen in einer Schublade oder heutzutage in einem Ordner am Desktop des Computers. Fazit: Umfragen sollen für Stimmung sorgen, die eigenen Leute stärken und antreiben sowie die politischen Gegner verunsichern. Was sie letztlich wert sind, sieht man dann am Wahlabend.
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