Kanadas Regierung will 35 Milliarden kanadische Dollar (umgerechnet 22,3 Milliarden Euro) in die militärische Präsenz in der Arktis stecken. Premierminister Mark Carney stellte am Donnerstagabend Pläne vor, mit denen unter anderem Flugplätze und Logistikzentren ausgebaut werden sollen.
„Wir werden uns nicht länger von einer einzigen Nation abhängig machen“, sagte er mit Blick auf die Nachbarn USA. Das Verhältnis ist unter anderem durch die Strafzölle von Präsident Donald Trump und dessen Ankündigungen, Kanada zu annektieren, angespannt. Bisher hat Kanada in der Arktis vier Flugplätze, die jeweils sechs Kampfflugzeuge aufnehmen können. Zudem sind ungefähr 2000 Soldatinnen und Soldaten in der Region stationiert.
Carney kündigte an, vier neue Stützpunkte errichten zu lassen. Zwei zivile Flughäfen sollen modernisiert und der Bau zweier Straßen von der Arktis in den Süden Kanadas soll beschleunigt werden.
Einheitliche NATO-Flotte konnte kommen
Auch über ein milliardenschweres U-Boot-Geschäft soll demnächst entschieden werden. Er müsse verantwortungsvoll mit den Steuergeldern umgehen und „Partnerschaften aufbauen, die umfassendere industrielle und wirtschaftliche Vorteile für uns alle gemeinsam mit sich bringen“, sagte Carney am Freitag. Er traf sich mit Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Kanada sei in der „glücklichen Situation“, zwischen mehreren Angeboten auswählen zu können.
„Wenn also Norwegen und Deutschland bei U-Booten und Panzern zusammenarbeiten, bedeutet das auch eine sehr starke politische Integration zwischen den engen und vertrauenswürdigen Verbündeten“, sagte Støre. Eine einheitliche U-Boot-Flotte im Atlantik habe enorme strategische Vorteile für die NATO-Partner, ergänzte Merz. Damit sollen die Fähigkeiten gegen Russland „und jede externe Bedrohung“ weiter ausgebaut werden. Mit einer Entscheidung wird Mitte des Jahres gerechnet.
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