BRP-Rotax

Motorenbauer: „Zukunft wird elektrifiziert sein“

Oberösterreich
15.03.2026 12:00

Motorenhersteller BRP-Rotax aus Gunskirchen in Oberösterreich produzierte seine ersten E-Antrieb für Schneemobile, um von den schwierigen Bedingungen in der Kälte zu lernen. Heftige Kritik gab es in der Vergangenheit immer wieder an Rüstungsaktivitäten des Unternehmens.

Die Zukunft wird elektrifiziert sein, das ist nur eine Frage der Zeit“, sagt Mario Gebetshuber. Er ist Geschäftsführer des Motorenherstellers BRP-Rotax aus Gunskirchen. Einen „dreistelligen Millionenbetrag“ habe man inzwischen in die Umstellung auf Elektroantriebe investiert. Dabei produzieren die Gunskirchner Motoren für Fahrzeuge, die nicht unbedingt mit E-Mobilität in Verbindung gebracht werden: für Schneemobile, Jetskis, Karts, Geländefahrzeuge und Motorräder.

Lernen aus E-Motoren in Schnee und Kälte
„Wir sind 2023 als erstes mit einem Elektro-Schneemobil in Serie gegangen“, erzählt Gebetshuber. Eine bewusste Strategieentscheidung: Die Fahrzeuge weisen bei Schnee und Kälte die denkbar schwierigsten Rahmenbedingungen für E-Motoren auf – „davon wollten wir lernen“, sagt der Geschäftsführer. In der Praxis werden die elektrifizierten Schneemobile aber nur im Mietbereich eingesetzt, denn auf dem Berg gibt es keine E-Tankstelle.

Zweiter Teil der Elektro-Strategie in Gunskirchen: Die E-Antriebe werden von der Batterie bis zum Motor vollständig im Haus entwickelt. Dadurch sind sie modular in allen Fahrzeugen von BRP-Rotax einbaubar.

Der Umsatz – BRP-Rotax produziert unter anderem Antriebe für Geländefahrzeuge – lag zuletzt bei ...
Der Umsatz – BRP-Rotax produziert unter anderem Antriebe für Geländefahrzeuge – lag zuletzt bei rund einer Milliarde Euro.(Bild: Markus Wenzel)

85 Prozent der Produktion geht an Konzernmutter
Das Unternehmen ist die Österreich-Tochter des kanadischen BRP-Konzerns und erwirtschaftete zuletzt mit rund 1500 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa einer Milliarde Euro. 85 Prozent der Antriebe werden konzernintern nach Kanada und Mexiko geliefert. Aber auch an externe Kunden wird verkauft: etwa an Rosenbauer, für die man Motoren für Feuerwehrpumpen liefert.

BRP-Rotax-Geschäftsführer Mario Gebetshuber.
BRP-Rotax-Geschäftsführer Mario Gebetshuber.(Bild: Markus Wenzel)

Kritik an Rotax-Motoren in russischen Kampfdrohnen
Heftige Kritik an BRP-Rotax gab es in der Vergangenheit immer wieder wegen Aktivitäten im Rüstungsbereich. So hat etwa Russland Drohnen mit Motoren aus Gunskirchen zum Beschuss der Ukraine verwendet. „In diesen Fällen wurden Motoren aus zivilen Flugzeugen entwendet und zweckentfremdet“, rechtfertigt sich Gebetshuber. Grundsätzlich mache man aber kein Geheimnis daraus, dass man verstärkt in die Rüstungsindustrie verkaufen will: „Wir liefern an Länder, wo es im Rahmen des Gesetzes und unserer Policy erlaubt ist. Derzeit ist der Umsatz vernachlässigbar, aber es ist ein Zukunftsmarkt, die Welt verändert sich.“

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