Gefahr am Bauernhof

Kleine Vorkehrungen gegen große Katastrophen

Niederösterreich
14.03.2026 19:00

Die Schäden durch Brände auf den heimischen Landwirtschaftsbetrieben übersteigen jene, die der Hagel anrichtet. Eine neue Initiative soll das Bewusstsein für die Risiken erhöhen.

Rund 800 Mal pro Jahr brennt es alleine in Niederösterreich auf Bauernhöfen – dabei entstehen teils enorme Schäden. Der Einzug von Photovoltaik, Akkus und Hochvolt-Systemen in der heimischen Landwirtschaft erhöht das Risiko. „War es früher der klassische Heustockbrand, der zur Katastrophe geführt hat, ist es heute der Brand, den ein Heuballen-Kran auslöst“, erklärt Stefan Jauk, Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung (NV).

Aufmerksamkeit auf Gefahren richten, leicht umsetzbare Empfehlungen geben: Das soll durch die ...
Aufmerksamkeit auf Gefahren richten, leicht umsetzbare Empfehlungen geben: Das soll durch die neue Kampagne „Es tarat brenna“ in den kommenden Monaten erreicht werden.(Bild: Imre Antal)

Daher wurde von der NV die Kampagne „Es tarat brenna“ ins Leben gerufen – mit der Landwirtschaftskammer NÖ und dem Landesfeuerwehrverband als Partner. Das ganze Jahr über sollen Themen angesprochen und praktisch umsetzbare Empfehlungen für den eigenen Betrieb vermittelt werden. „Meist reichen kleine Vorkehrungen, um große Katastrophen zu verhindern“, betont LK-Präsident Johannes Schmuckenschlager.

Das brennt anders
Landesfeuerwehrkommandant Didi Fahrafellner ergänzt: „Batterie- und Hochvolt-Systeme brennen nicht unbedingt öfter, aber sie brennen anders.“ Für die Brandbekämpfung bedeutet das nicht nur neue Löschmethoden, sondern auch mit giftigen Gasen und Wiederentzündungen nach Stunden und Tagen umzugehen.“ Den Anfang macht das Thema „Strom und Spannung“. Die ersten Tipps von Fahrafellner: „PV-Anlagen immer vom Profi planen und installieren lassen – niemals im ,Eigenbau‘. Die Systeme regelmäßig warten. Akkus nie auf einer brennbaren Unterlage laden und immer auf Distanz von Brennbarem geschützt gegen Sonneneinstrahlung und Frost lagern.“

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