Bis zum 11. April

Weißes Haus erlaubt Verkauf von russischem Erdöl

Außenpolitik
13.03.2026 11:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Weil die Energiepreise stark gestiegen sind, hat das Weiße Haus vorübergehend den Verkauf von russischem Erdöl erlaubt. Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag (Ortszeit) eine entsprechende Lizenz. Betroffen sind Rohöl und Erdölprodukte, die vor dem 12. März auf Schiffe verladen wurden.

Die Ausnahmegenehmigung gilt bis zum 11. April und betrifft insgesamt 100 Millionen Barrel. Man wolle damit „die globale Reichweite des bestehenden Vorrats erhöhen“, teilte US-Finanzminister Scott Bessent mit. Die Maßnahme werde der russischen Regierung keinen „signifikanten finanziellen Vorteil verschaffen, da der Großteil ihrer Energieeinnahmen aus Steuern stammt, die am Förderort erhoben werden“.

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag angesichts der gestiegenen Ölpreise angekündigt, einige Sanktionen aussetzen zu wollen. Welches Land oder welche Länder profitieren könnten, sagte er zunächst nicht. Zuvor hatte er aber mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Der Kreml bestätigte die Angaben.

FPÖ will auch russische Importe für EU
„Während andere Weltregionen pragmatisch handeln, sind die Einzigen, die sich weiterhin ideologisch gegen eine Versorgung in dieser Krisenzeit mit allen verfügbaren Energiequellen sperren, nicht gewählte Eurokraten in Brüssel“, kommentierte der freiheitliche Europaabgeordnete Georg Mayer. Das Verbot russischer Ölimporte in der EU sollte ebenfalls aufgehoben werden.

Die US-Regierung hat aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise eine Lizenz für russisches ...
Die US-Regierung hat aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise eine Lizenz für russisches Erdöl erteilt (Symbolbild).(Bild: APA/HARALD SCHNEIDER)

Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormuz, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Das ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete zuletzt 101,03 US-Dollar. Das waren 0,57 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg um 0,08 Prozent auf 95,81 Dollar.

Noch kein Eskort für Tanker
Die USA sind laut Energieminister Chris Wright noch nicht in der Lage, Tanker durch die Meerenge zu eskortieren. Die Marine werde das relativ bald tun können, sagte Wright. Aktuell seien aber alle militärischen Ressourcen der Vereinigten Staaten darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten des Iran zu zerstören.

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