Österreichs Europa-Abgeordnete sehen die USA weiterhin als wichtigen Partner an. „Wenn Russland europäische Staaten angreift, wehe uns, wenn wir nicht die USA an unserer Seite haben“, sagte der ÖVP-Abgeordnete Reinhold Lopatka am Freitag. Europa müsse aber mehr für seine Verteidigung tun, um nicht abhängig zu sein.
„Wir brauchen die USA, aber die USA brauchen auch uns, wirtschaftlich und geopolitisch“, meinte die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner. Gleichzeitig lobte sie die Haltung von Spaniens Premierminister Pedro Sanchez, der den US-israelischen Krieg gegen den Iran als Bruch des internationalen Völkerrechts sieht und den USA verbot, spanische Militärbasen für Einsätze gegen den Iran zu nutzen. Lopatka entgegnete wiederum, dass Sanchez damit in Europa „eine Minderheitenposition“ vertrete.
„Israel ist eindeutig angegriffen worden, mehrfach“, sagte NEOS-Europasprecher Dominik Oberhofer. So gebe es einen iranischen Parlamentsbeschluss, Israel zu vernichten. Das Regime baue Atombomben, die Drohnen würden bis nach Zypern reichen.
Speziell die Aussage, dass die Vereinigten Staaten weiter ein wichtiger Partner seien, deckt sich nicht mit der Einschätzung der Bevölkerung. Laut einer aktuellen market-Umfrage im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik sehen 69 Prozent der Befragten die USA nicht als vertrauenswürdigen Partner an. Das ist ein deutlicher Imageverlust im Vergleich zu 2023. Gleichzeitig ist die Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft gestiegen.
In einer Marketagent-Umfrage der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft geben die befragten Österreicherinnen und Österreicher als Gründe für das schlechte Bild US-Präsident Donald Trump, die Einwanderungspolitik und Zölle an.
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