Kehrseite zeigen
US-Gericht entscheidet über “nackte Tatsachen”
Der Richter nannte zwar das "mooning", wie das Entblößen des Hinterteils genannt wird, eklig und erniedrigend, hob aber eine Verurteilung des Angeklagten in erster Instanz auf.
Der 44-jährige Mann hatte nach Angaben der "Washington Post" nach einem Streit mit seiner Nachbarin vor den Augen der Frau und ihrer achtjährigen Tochter die Hose heruntergelassen und sich von hinten gezeigt.
Drei Jahre Haft für unsittliches Entblößen
Unsittliches Entblößen wird in Maryland mit bis zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe bis zu 1000 Dollar (827 Euro) geahndet. Die Anwälte des Angeklagten hatten aber argumentiert, dass unter diesen Tatbestand nur das absichtliche öffentliche Zeigen der Genitalien fällt.
Die Verteidigung nahm das Urteil mit Genugtuung auf, weil der Richterspruch Strandgängern und Handwerkern, denen die Hose beim Arbeiten den Hintern etwas herab rutsche, Trost spende.
Beliebter Zeitvertreib unter Teenagern
Das "mooning" ist vor allem unter Teenagern verbreitet. Zu den Besonderheiten gehört, dass jugendliche Beifahrer im Auto ihr Hinterteil entblößen, um so die Fahrkünste anderer Autofahrer zu bewerten.
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