04.01.2006 12:54 |

Verlaufen

Zweijähriger irrte bei eisiger Kälte durch Wald

Unversehrt ist im Süden Spaniens ein Zweijähriger gerettet worden, der eine ganze Nacht bei eisiger Kälte durch einen Wald geirrt war. Er hatte sich in einem Naturpark verlaufen.

Als der kleine Sergio nach 15 Stunden in einem Olivenhain von Suchmannschaften entdeckt wurde, hielt er eines seiner Stiefelchen in der Hand und schrie lauthals nach seiner Mutter, wie die Presse am Mittwoch berichtete. Beim Anblick der Helfer habe der Junge umgehend nach einem Fläschchen verlangt. "Dies ist die schönste Weihnachtsgeschichte", sagten die erleichterten Eltern.

Sergio hatte den Montag mit seiner Familie bei Verwandten in einem Dorf nahe Córdoba verbracht. Mit seinen Vettern und Cousinen spielte er in dem angrenzenden Naturpark. Doch am Abend war er plötzlich verschwunden.

Blasen an den Füßen und unterkühlt
Rund 300 Polizisten und Helfer suchten ihn vergeblich und mussten die Suche in der Dunkelheit abbrechen. Sergio wurde am Morgen danach nur 500 Meter von der Stelle entfernt entdeckt, wo er zuletzt gesehen worden war. Er habe lediglich Blasen an den Füßen und eine leichte Unterkühlung, stellten die Ärzte fest. Dass Sergio die Kälte von rund Null Grad überstand, verdankte er vor allem seiner dicken Winterkleidung, sagten die Mediziner.

Foto: Symbolbild