04.01.2006 08:13 |

Schlammmassen

Bis zu 250 Menschen nach Erdrutsch vermisst

Nach einem Erdrutsch auf der indonesischen Insel Java sind zehn Tote geborgen worden. Weitere 100 Menschen werden offenbar noch vermisst. Anderen Berichten zufolge könnten bis zu 250 Personen ums Leben gekommen sein. Wie die Behörden mitteilten, hatten die Schlammmassen am frühen Mittwochmorgen etliche Wohnhäuser in der dicht besiedelten Provinz unter sich begraben.

Das Unglück ereignete sich etwa 360 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Jakarta. Der Leiter des Banjarnegara-Bezirkes, Jasri, sagte, der Erdrutsch habe mindestens 102 Häuser flach gedrückt, in denen rund 650 Menschen lebten.

Inzwischen seien Rettungskräfte mit Spezialgerät zur Unglücksstelle gekommen, um bei der Bergung der Verschütteten zu helfen. Es sei gut möglich, dass mehr Menschen als zunächst vermutet überlebt hätten und bei Verwandten untergekommen seien. Zahlreiche Polizisten und Freiwillige suchten teils mit bloßen Händen unter den Schlamm- und Geröllmassen nach Überlebenden.

Erst am Montag waren bei Überschwemmungen und Erdrutschen auf Java rund 60 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere wurden noch vermisst. Auch am Mittwoch standen noch immer mehrere Ortschaften unter Wasser. Eine Ortschaft im Bezirk Jember, in der Straßen und Brücken zerstört wurden, war nach Angaben eines Behördensprechers noch von der Außenwelt abgeschnitten.