Drahtzieher in Haft

Kupfer um 250.000 € erbeutet: Hehlerring gesprengt

Burgenland
02.03.2026 05:00

Das Geschäft mit gestohlenem Buntmetall blüht nach wie vor. Monatelang jagten österreichische Fahnder dreiste Täter, die den Schwarzmarkt im Osten beliefern. Jetzt ist der internationale Hehlerring zerschlagen.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber auch Kupfer bringt Augen zum Leuchten, besonders jene von Serientätern. Mit eiserner Härte gingen Ermittler des Landeskriminalamtes Burgenland und Kollegen aus der Steiermark gegen eine quer durch Europa agierende Metallbande vor.

Beute unter Gerümpel versteckt
Gezielt brachen die Diebe in Firmengebäude in Österreich ein, um Kupfer im großen Stil zu stehlen. Die Beute wurde in den meisten Fällen direkt nach dem Coup in einem Kastenwagen ins Ausland verfrachtet. „Bei ihrer Flucht waren die Täter auf Kontrollen an der Grenze vorbereitet. Das Diebesgut wurde unter Decken, Planen und allerlei Gerumpel, das nach gewöhnlichem Hausrat aussah, versteckt“, deckten die Beamten auf.

An der Grenze aufgeflogen
Vor 30 Monaten hat die Bande den ersten Coup verübt. Schon bald konnten die Kriminalisten einen Erfolg verbuchen. Nach einem Einbruch in eine Firma in Hornstein im Bezirk Eisenstadt-Umgebung sind drei Täter der Polizei am Grenzübergang Nickelsdorf ins Netz gegangen, als die Rumänen fast sechs Tonnen gestohlenes Kupfer außer Landes schaffen wollten. „Ein Verdächtiger war erst vier Wochen zuvor aus der Haft in Deutschland entlassen worden, wo er eine längere Strafe absitzen musste“, teilt ein Ermittler mit.

12 Einbrüche in Firmen geklärt
Europaweit wurde nach weiteren Komplizen der Metallbande gefahndet. Mit jedem Hinweis zog sich die Schlinge immer weiter zu. Der Reihe nach klickten für fünf Drahtzieher in Deutschland, Rumänien und den Niederlanden die Handschellen.

Ein weiteres Kapitel dieses spektakulären Kriminalfalles kann geschlossen werden. Der Letzte der Beschuldigten, der im Zuge der weitreichenden Ermittlungen gefasst wurde, ist bereits nach Österreich überstellt.

Der berüchtigten Kupfer-Bande konnten bislang zwölf Firmeneinbrüche in sechs Bundesländern nachgewiesen werden. Der Schaden beträgt eine Viertelmillion Euro.

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