Berufsorientierung

Wo Schüler als Handwerker „probearbeiten“ können

Burgenland
02.03.2026 17:08

Berufsorientierung praktisch erleben können Schüler in der neuen „Future Factory“. Das soll auch gegen den Fachkräftemangel helfen.

Einmal (virtuell) einen Bagger steuern, einen Kamin inspizieren oder Spenglerarbeiten an einer Motorhaube durchführen – das alles und mehr kann man künftig beim neuen Berufsorientierungsangebot „Future Factory“ in der Wirtschaftskammer in Eisenstadt.

Kostenlose Busse für Klassen
Auf einer Fläche von 500 Quadratmetern können 50 verschiedene berufliche Aktivitäten erkundet werden. Die Zielgruppe sind Schüler der siebenten Schulstufe, erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Wirth. Auch für Jüngere wird es ein altersgerecht angepasstes Format geben. Es werden sogar kostenlos eigene Busse organisiert.

Eröffnung der „Future Factory“.
Eröffnung der „Future Factory“.(Bild: Reinhard Judt)

Tätowierer oder Baggerfahrer?
Die Kinder und Jugendlichen haben dabei die Chance, realitätsnah zu erfahren, wie es ist, in einem bestimmten Beruf zu arbeiten. Das Spektrum ist weit gestreut: Tätowierer, Verkäufer und Fitnesstrainer sind ebenso inkludiert, wie Robotik, Green Jobs und Elektronik. Am Ende gibt es eine Auswertung und Analyse samt Interessenprofil.

Auch Arbeitslose sollen Angebot nutzen
Ausgewählt wurden die Branchen in Zusammenarbeit mit den Innungen, erklärt Wirtschaftskammer-Direktor Harald Schermann. Auch Bildungsdirektion und AMS waren eingebunden. Mittelfristig ist es vorstellbar, dass auch Arbeitslose das Angebot nutzen können. Die Kosten von 1,2 Millionen Euro hat die Kammer vollständig aus eigener Tasche bezahlt.

Eine der Stationen ist Fashion und Design.
Eine der Stationen ist Fashion und Design.(Bild: Reinhard Judt)

Die richtige Berufsentscheidung
Ganz uneigennützig ist die Investition natürlich nicht. Durch die Berufsorientierung sollen junge Menschen für eine Lehre begeistert werden. Zusätzlich will man verhindern, dass Jugendliche eine Ausbildung in einer Branche beginnen, in der sie auf Dauer nicht glücklich werden. Wirth – selbst Vater – betont, wie wichtig es ist, dass junge Menschen verschiedene Berufe kennenlernen können.

Auch Fliesenlegen können die Schüler ausprobieren.
Auch Fliesenlegen können die Schüler ausprobieren.(Bild: Reinhard Judt)

Mangel an Fachkräften
Gleichzeitig fehlt es der Wirtschaft an Facharbeitern. Die „Sogwirkung von Wien“ sorge dafür, dass immer weniger Menschen im Burgenland arbeiten würden, sagt Schermann. Besonders Handel und Gastronomie würden aktuell dringend nach Mitarbeitern suchen.

Lehre oder Studium?
Der Wirtschaftskammer-Direktor glaubt nicht, dass sich Jugendliche trotzdem eher für ein Studium statt für eine Lehre entscheiden. Gerade bei den Einstiegsgehältern sei der Unterschied zwischen einem Handwerker und einem Akademiker nicht mehr so groß, so Schermann. 

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