Gauner nutzten die Semesterferien für Coups in mindestens fünf Schulen in Oberösterreich. Die Kripo glaubt aber nicht an eine Serie, sondern eher an junge Gelegenheitstäter.
Großer Schaden, kleine Beute: Ein Muster, das bei Schuleinbrüchen immer gleich bleibt. Dennoch sind die Schulgebäude besonders in den Ferien bei Gaunern und solchen, die es werden wollen, als Tatorte beliebt. Meist gibt es keine unmittelbaren Nachbarn, kaum Alarmanlagen und auch die Räumlichkeiten sind nicht gesichert, weiß Christian Schmidseder, Ermittlungsbereichsleiter Diebstahl beim Landeskriminalamts OÖ, wie die Einbrecher „ticken“.
Die Einbrecher haben vier Türen aufgebrochen. Der Schaden ist wirklich groß. Und was haben sie erbeutet? Es war ein kleiner Betrag.

Gerhard Hintringer, SPÖ, Bürgermeister Steyregg
Bild: Horst Einöder/Flashpictures
Fünf Schulen betroffen
Nach den Semesterferien trudelten bei ihm bereits fünf Meldungen ein: In der Informatik-Mittelschule Steyregg, in Bad Zell, Tragwein, Aschach an der Donau und in Neufelden wurden derartige Coups verübt.
„Bewegungsmelder wurden einfach runtergehauen“
Der Steyregger Bürgermeister Christian Hintringer (SPÖ) sagt: „Wir haben am Gang Bewegungsmelder, die haben sie einfach runtergehauen. Unsere Decken sind aber recht hoch, darum schätze ich, dass das eher keine Kinder gewesen sein werden. Die Gauner haben vier Türen aufgebrochen, aber nur einen niedrigen dreistelligen Betrag erbeutet.“ Was ihn besonders ärgert: Das gestohlene Geld hatten Schüler für einen guten Zweck gesammelt. „Der Sachschaden ist sicher viel höher als die Beute“, so der Bürgermeister
Sind also wieder Profi-Schuleinbrecher unterwegs?
Davon geht Kriminalist Schmidseder eher nicht aus: „Vor ein, zwei Jahren hatten wir richtige Serien mit drei unterschiedlichen Verbrechergruppen. Die haben damals 30 bis 40 Schulen heimgesucht. Diesen Tätern konnten wir aber das Handwerk legen.“
Wie groß der angerichtete Schaden oftmals ist, illustriert Schmidseder mit einem Kriminalfall, der ihm im Gedächtnis geblieben ist: „Damals wurden in einer Schule 16 Türen zerstört. Die Einbrecher haben aber gerade einmal 1000 Euro erbeutet.“
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