Nacht in Flugzeugen
Lufthansa: „Haben Passagiere bestmöglich versorgt“
In der Nacht auf Freitag haben Hunderte Passagierinnen und Passagiere in München stundenlang in Flugzeugen ausgeharrt. Ihre geplanten Flüge waren nach starken Schneefällen gestrichen worden. Inzwischen wurden Entschädigungszahlungen für die Betroffenen angekündigt.
Wie berichtet, waren die Menschen bereits an Bord, als angekündigt wurde, die Flüge zu streichen. Da Busse, Parkmöglichkeiten und Fluggastbrücken gefehlt hätten, habe man sie nicht mehr zum Terminal zurückbringen können, teilte der Flughafen München mit. Nach Lufthansa-Angaben traf es drei ihrer Flüge nach Singapur, Kopenhagen und Danzig, zwei Air-Dolomiti-Flüge nach Graz und Venedig sowie den Flug einer anderen Airline. Deutsche Medien berichteten am Montag von 600 Betroffenen. Zunächst war noch von 500 Passagierinnen und Passagieren von insgesamt fünf Flügen die Rede gewesen.
„Das Boarding hat zu spät gestartet, wir haben keine Starterlaubnis bekommen. Es gab stundenlang keine Information“, sagte die 23-jährige Lauren zu RTL, die auf dem Weg nach Thailand war. „Wir durften auch nicht aussteigen aus dem Flugzeug. Es konnten keine Busse organisiert werden und wir standen einfach da“, erzählte sie über ihre Nacht im Flugzeug. Nach sechs Stunden seien sie und die anderen Passagierinnen und Passagiere wieder herausgekommen, dann sei es zunächst in ein Hotel gegangen.
„Crews informierten fortlaufend“
Andere Menschen saßen noch länger als Lauren in einem der Flugzeuge. Ein Familienvater, der nach Dänemark wollte, warf der Lufthansa vor, dass es weder Essen noch Getränke oder Decken an Bord gegeben habe. Das sowie den Vorwurf der fehlenden Information weist die Airline jedoch zurück. „Die Crews informierten die Gäste fortlaufend und versorgten sie bestmöglich mit den (...) vorhandenen Getränken und Essen“, hieß es. Die Flugzeuge seien beheizt gewesen und hätten ausreichend Strom gehabt.
Man habe noch am Freitag mit den Betroffenen Kontakt aufgenommen. „Die Gäste erhalten entsprechende Entschädigungszahlungen.“ Die Situation sei „unzumutbar“ gewesen. Gemeinsam mit dem Flughafen München werde nun daran gearbeitet, dass sich solche Fehler nicht wiederholen.
Neue Erklärung: „Mussten Flugzeuge verlegen“
Der Flughafen München erklärte unterdessen das Chaos mit den Bussen näher: Schneefälle hätten am Donnerstag für Verspätungen und Ausfälle gesorgt (siehe Video oben). Hundert Flüge seien gestrichen worden. Auf den Terminals seien abgestellte Flugzeuge gestanden, weitere Flieger habe man auf Außenpositionen verlegt. Um noch möglichst viele Flüge zu ermöglichen, wurde eine Sondergenehmigung eingeholt, damit Flugzeuge zwischen Mitternacht und 1 Uhr starten können. Wegen der nächtlichen Uhrzeit und Defiziten bei der Kommunikation sei der Busverkehr stark eingeschränkt gewesen.









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