BAFTAs-Sensation 2026:

Er stach DiCaprio aus! Wer ist Robert Aramayo?

Society International
23.02.2026 14:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die BAFTA-Awards 2026 lieferten eine der größten Überraschungen der jüngeren Preisgeschichte. Während Hollywood‑Lieblinge wie Timothée Chalamet und Leonardo DiCaprio als Favoriten galten, triumphierte am Ende ein Schauspieler, den viele bislang vor allem aus Fantasy‑Produktionen kannten: Robert Aramayo. 

Der 33‑Jährige aus Hull (Yorkshire) verwandelte die BAFTAs in seinen persönlichen Durchbruchsmoment – und schrieb sogar Geschichte.

Emotionen und ein unerwarteter Triumph
Die BAFTAs gelten traditionell als wichtiger Gradmesser für die Oscars. In der Royal Festival Hall in London gab es Emotionen und Fashion-Highlights. Mit Prinzessin Kate und Prinz William herrschte auch royaler Glanz. Doch der größte Jubel galt einem Mann, der sonst eher leise Töne anschlägt: Robert Aramayo.

Robert Aramayo (Mitte) posiert gemeinsam mit David Jonsson (links) und Aimee Lou Wood (rechts).
Robert Aramayo (Mitte) posiert gemeinsam mit David Jonsson (links) und Aimee Lou Wood (rechts).(Bild: EPA/TOLGA AKMEN)

Der Schauspieler gewann den Preis als „Bester Hauptdarsteller“ und ließ damit Schwergewichte wie Timothée Chalamet (30) und Leonardo DiCaprio (51) hinter sich. Ein Moment, der selbst Brancheninsider überraschte.

Vom „Game of Thrones“-Jüngling zum BAFTA-Doppelsieger
Aramayo startete seine Karriere mit einem ikonischen Auftritt in „Game of Thrones“, wo er den jungen Ned Stark verkörperte. Später wurde er als Elben‑Held Elrond in Amazons Mega‑Serie „Die Ringe der Macht“ weltweit bekannt. Doch nun zeigt er, dass er weit mehr kann als Fantasy.

Robert Aramayo als Elrond
Robert Aramayo als Elrond(Bild: Amazon MGM Studios)

Für seine Rolle als schottischer Tourette‑Aktivist John Davidson im Drama „I Swear“ wurde Aramayo gleich doppelt ausgezeichnet: Bester Hauptdarsteller und bester Nachwuchsdarsteller! Damit ist er der erste Schauspieler in der BAFTA-Geschichte, der beide Preise in einem Jahr gewann.

Die Kollegen von Aramayo jubeln auf Instagram:

Mit zittriger Stimme sagte er: „Ich kann es absolut nicht glauben.“ Tränen in den Augen, Standing Ovations – und eine ausgelassene Feier mit seinen Eltern. Ein echter Gänsehautmoment.

Tourette-Zwischenruf sorgt für Wirbel
Für Schlagzeilen sorgte auch ein rassistischer Zwischenruf, der während der Live-Übertragung zu hören war. Die BBC erklärte später, dass die Äußerung auf „unwillkürliche verbale Ticks“ im Zusammenhang mit dem Tourette-Syndrom zurückzuführen sei.

Im Publikum saß der echte John Davidson. Laut „Guardian“ stammten die Rufe von ihm. Moderator Alan Cumming bedankte sich während der Show für das Verständnis und erklärte den Hintergrund der neurologischen Erkrankung.

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