Zum ersten Mal in der Geschichte der Internationalen Raumstation ISS musste eine Mission vorzeitig beendet werden – doch die genauen Hintergründe waren bislang geheim. Jetzt hat der betroffene Astronaut selbst erklärt, was wirklich hinter dem Rückflug seiner Crew zur Erde steckt – und seine Worte geben überraschende Einblicke in das Leben und Arbeiten im All.
Am 7. Januar 2026 erlebte NASA-Astronaut Michael (Mike) Fincke während seiner Mission auf der ISS einen gesundheitlichen Zwischenfall, der sofortige Aufmerksamkeit durch seine Mitstreiter erforderte. Dank der schnellen Reaktion der Crew und der Fernberatung durch NASA-Flugärzte stabilisierte sich Finckes Zustand rasch.
Versorgung an Bord der ISS war nicht möglich
Die US-Raumfahrtbehörde entschied daraufhin, die gesamte vierköpfige Crew der Mission „Crew 11“ vorzeitig zurück zur Erde zu bringen. Die Entscheidung wurde bewusst geplant: An Bord der ISS stehen keine fortschrittlichen medizinischen Geräte zur Verfügung, die für eine umfassende Untersuchung nötig waren.
Am 15. Jänner landeten Fincke, Zena Cardman, Kimiya Yui und Oleg Platonov schließlich sicher im Pazifik vor der Küste von San Diego.
Keine Panik, aber höchste Vorsicht
„Es handelte sich nicht um einen Notfall, sondern um die sicherste Lösung, um auf der Erde die beste medizinische Versorgung zu gewährleisten“, erklärte NASA-Chefmediziner James Polk. Fincke befinde sich in stabilem Zustand und durchläuft derzeit die üblichen Rehabilitationsmaßnahmen im Johnson Space Center in Houston. Der Astronaut selbst betonte: „Ein Flug ins All ist ein unglaubliches Privileg, und manchmal erinnert es uns daran, wie menschlich wir sind.“
Vorzeitige Rückkehr brachte Arbeitsplan durcheinander
Die vorzeitige Rückkehr wirkte sich auch auf den geplanten Arbeitsplan an der ISS aus: Ein für Anfang Jänner geplanter Außeneinsatz musste verschoben werden. Normalerweise hätte die Crew noch mehrere Wochen an Bord bleiben sollen.
Nun könnte der Start der Nachfolgercrew „Crew 12“, bestehend unter anderem aus der NASA-Astronautin Jessica Meir und der ESA-Astronautin Sophie Adenot, vorgezogen werden.
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