„Wohntraum“ auf Tiktok

Ein Haus mit Pool in Wien um 860 Euro: Gibt‘s das?

Österreich
24.02.2026 19:40

Ist Wohnen für junge Menschen denn noch leistbar? Ja, wenn man die zahlreichen TikTok-Angebote mit verlockend günstigen Wohnungen und Häusern sieht. Doch sind sie real – oder am Ende zu billig, um wahr zu sein?

Coaching-Angebote für alle Lebenslagen wechseln sich ab mit Online-Shops, die sich mit Schnäppchen regelrecht unterbieten. Die feilgebotene Ware ist oft nicht einmal vorhanden oder wird in unterirdischer Qualität geliefert. Auch mit Mitleidsmaschen versuchen Betrüger, an das Geld der meist jungen TikTok-Nutzer zu gelangen. Fakt ist: Bewegt man sich durch die gewaltige Flut an Videos auf der Social-Media-Plattform TikTok, wird man – für die meisten unbewusst – immer häufiger mit Betrug konfrontiert. 

Inseriert werden meist gut gelegene Wohnungen, die wie wahre Schnäppchen aussehen.
Inseriert werden meist gut gelegene Wohnungen, die wie wahre Schnäppchen aussehen.(Bild: Krone KREATIV/TikTok)

Auffällig: die viel zu günstigen Preise der inserierten Immobilien. So soll etwa ein Haus im 14. Wiener Gemeindebezirk samt Pool um nur 860 Euro zu mieten sein. 85 Quadratmeter im 1. Bezirk sollen nur 890 Euro kosten. Zu billig natürlich, um wahr zu sein.

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Zur Besichtigung kommt es nie. In manchen Fällen werden Interessenten hingehalten und später zur Zahlung einer Kaution in Höhe mehrerer Monatsmieten gedrängt.

Die „Watchlist Internet“ warnt

Phishing nach Daten und Geldtransaktionen
Und doch fallen reihenweise Junge auf die Masche hinein, wie die „Watchlist Internet“ warnt. Die Kommunikation mit den Betrügern läuft über WhatsApp, schnell werden ein Datenblatt, eine Ausweiskopie und ein Einkommensnachweis verlangt. Ein Phishing-Versuch, um an wertvolle Daten zu kommen. Dem nicht genug, wird noch eine Bearbeitungsgebühr verlangt, um die Wohnung zu reservieren. Sie soll wieder rücküberwiesen werden – natürlich eine Lüge. Von dem Geld sehen die Betroffenen nichts mehr.

Der Traum von der Wohnung wird zu oft von Betrüger durchkreuzt.
Der Traum von der Wohnung wird zu oft von Betrüger durchkreuzt.(Bild: Stefan Steinkogler)

Zur Besichtigung kommt es nie, da es die Immobilien so nicht gibt. Sie sind meist teurer auf echten Plattformen zu finden – die Fotos wurden von dort gestohlen.

Auch die „Krone“ stieß auf Betrugsangebote
Auch auf klassischen Verkaufsplattformen ist Vorsicht geboten. So stieß die „Krone“ kürzlich auf eine verdächtig günstige Wohnung im 3. Bezirk in Wien. Eine Recherche des abgebildeten Hauses ergab, dass in dem Wohnblock tatsächlich Wohnungen zum Verkauf stehen. Die Betrüger hatten auch hier die Fotos einfach gestohlen. Wie viel Geld sie mit den Fake-Inseraten ergaunert haben, ist unklar. Zu viele melden aus Scham die Betrugsfälle nicht.

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