So heftig er in der Nacht auf Freitag gekommen war, so schnell klang der Schneefall in der Steiermark noch am selben Tag wieder ab. Die Folgen sind allerdings weiterhin spürbar: Etliche Hundert Haushalte waren am Samstagabend noch ohne Strom.
Im Dauereinsatz arbeiten die Monteure der Energie Steiermark eine Problemstelle nach der anderen ab. Zur Einordnung: Nach Einsetzen des massiven Schneefalls waren zunächst rund 35.000 steirische Haushalte ohne Strom. Auch wenn viele Tausend binnen kurzer Zeit wieder ans Netz angeschlossen werden konnten, gab es immer wieder neue Ausfälle. Mitunter waren rund 1000 Trafo-Stationen gleichzeitig außer Gefecht.
Zeitweise wieder 5000 Haushalte von Versorgung abgeschnitten
Auch am Samstag kamen neue Störfälle dazu, von einigen Hundert betroffenen Haushalten in der Früh stieg die Zahl zeitweise wieder auf rund 5000 an. Unter der Last des schweren Schnees brachen weiterhin Bäume zusammen und kappten Stromleitungen vor allem im Süden der Steiermark.
Energie-Steiermark-Sprecher Urs Harnik-Lauris bestätigte am Abend, dass sich der Schwerpunkt in den Raum zwischen Leibnitz und Deutschlandsberg verlegt hat. Hier waren viele beschädigte Leitungen seit Freitag nicht erreichbar, weil die Zufahrtsstraßen aufgrund der Schneemassen behördlich gesperrt waren. Gemeinsam mit der Feuerwehr kämpfte man sich im Lauf des Samstags zu den meisten der etwa 80 betroffenen Trafo-Stationen durch, sodass bei Einbruch der Dämmerung die Zahl der stromlosen Haushalte in den dreistelligen Bereich sank.
Vorgehen in Absprache mit Feuerwehr und Bürgermeistern
Alleine am Samstag waren rund 115 Monteure aus allen Regionen der Steiermark am Werk. Die Arbeit erfolge „in enger Abstimmung mit den Bezirkshauptmannschaften, Feuerwehren und Bürgermeistern, mit denen wir besonders kritische Örtlichkeiten besprechen“, erklärt Harnik-Lauris. Wenn etwa ein Haushalt mit älteren oder beeinträchtigten Menschen betroffen ist, hat dieser in der Schadensbehebung Priorität. Außerdem analysiere man, wo die Aufstellung eines Notstromaggregats Sinn machte.
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