Der gestrige Freitag ist in die Einsatzstatistik der steirischen Feuerwehren eingegangen: Insgesamt 1828 Ausrückungen wurden in der Landesleitzentrale am 20. Februar aufgezeichnet. Die Schneemassen beschäftigten die Einsatzkräfte auch noch am Samstag. 5000 Haushalte sind weiterhin ohne Strom.
Die Massen an Neuschnee sorgten am Freitag für Chaos in weiten Teilen der Steiermark – alles zum Thema kann im gestrigen Live-Ticker nachgelesen werden. Die schweren Schneelasten und umgestürzten Bäume, die nach wie vor zahlreiche Straßen blockieren, forderten die steirischen Einsatzkräfte aber auch noch am Samstagmorgen.
Einsatzreichster Tag der Feuerwehren
Insgesamt mussten die Feuerwehren am Freitag gleich 1828 Mal ausrücken – so oft wie noch nie zu vor seit dem Bestehen der Landesleitzentrale (Mai 2011). Aber auch in der vergangenen Nacht wurde es für die Einsatzkräfte nicht ruhig. Zahlreiche Feuerwehren stehen bereits Samstagfrüh wieder im Einsatz, um weitere Aufräumarbeiten durchzuführen und Straßen freizuräumen – so etwa auch die Feuerwehr Heimschuh.
Zahlreiche Straßensperren, großflächige Stromausfälle in der West-, Süd- und Oststeiermark sowie viele Probleme im öffentlichen Verkehr und schwere Unfälle beschäftigten aber nicht nur die Feuerwehren.
5000 weiter ohne Strom
Nachdem Freitagfrüh rund 35.000 Haushalte ohne Strom waren, standen die Monteure der Energie Steiermark im Dauereinsatz. Am Freitagabend waren noch rund 7000 Haushalte betroffen. Laut Energie Steiermark-Sprecher Urs Harnik-Lauris war das Hauptproblem am Freitag gesperrte Straßen, die Monteure kamen oft nicht zu den betroffenen Stellen.
„Seit Samstagfrüh sind unsere Monteure auch wieder im Einsatz, wir gehen davon aus, dass die allermeisten heute zumindest provisorisch wieder mit Strom versorgt werden können“, sagt Harnik-Lauris am Samstagvormittag zur „Steirerkrone“. Die Reparaturarbeiten werden demnach aber noch länger andauern. Samstagfrüh gab es eine kurz zeitliche Entwarnung, etwa 500 steirische Haushalte waren von den Stromausfällen noch betroffen. Um 10 Uhr dann aber die Hiobsbotschaft: „Es gab einige Nachtbrüche. Im Moment sind etwa wieder 5000 Haushalte ohne Strom“, teilte Harnik-Lauris mit.
Probleme auf Straßen und Schienen
Durch die großen Mengen an Neuschnee kam es auch auf den steirischen Straßen und Schienen zu großen Problemen. Der Knoten St. Michael etwa war am Freitag gesperrt. Hängen gebliebene Lkw mussten von der Straße gebracht werden. Auch auf der A2 und A9 kam es zu teils stundenlangen Wartezeiten für Autofahrer. Zahlreiche Straßensperren, etwa die Rechbergstraße in Frohnleiten, bleiben auch am Samstag noch aufrecht.
Das Wetter sorgte aber auch im Zugverkehr für Chaos. So kam es am Freitag unter anderem zu einer Sperre der S6 zwischen Graz und Eibiswald. Betroffen war aber auch der Bahnstreckenabschnitt zwischen Leibnitz und Spielfeld-Straß. Diese Sperre dauert vermutlich noch bis 17 Uhr am Samstag. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Dasselbe gilt für die Thermenbahn zwischen Aspang Markt und Fehring (vermutlich bis Samstag, 12 Uhr).
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