Gewaltakte
Radikale Palästinenser beenden Waffenruhe
Nach israelischen Militärangaben sollten mit dem Luftangriff militante Palästinenser ausgeschaltet werden, die eine Rakete auf israelisches Territorium abschießen wollten. Israel hatte in der vergangenen Woche den nördlichen Abschnitt des Gazastreifens zur "Sicherheitszone" erklärt und Palästinensern den Zutritt verboten.
Die radikale Hamas schwor in einer öffentlichen Erklärung Rache. Neue Anschläge sollten "zur angemessenen Zeit und am richtigen Ort" erfolgen, Israel werde einen "sehr hohen Preis zahlen". Militante Palästinenser hatten kurz nach Mitternacht israelisches Gebiet bereits mit Granaten und Raketen beschossen. Mehrere radikale Organisationen teilten mit, sie hätten damit das Ende der Waffenruhe markieren wollen. Es gab keine Berichte über Verletzte.
Bewaffnete Palästinenser haben in der Nacht den Club für Angestellte der Vereinten Nationen in Gaza überfallen und das Gebäude anschließend in die Luft gesprengt. Zu dem Club an der Mittelmeerküste, haben nur Ausländer Zutritt. Er liegt nur wenige Meter vom Büro von Präsident Abbas entfernt. Abbas hatte in seiner Ansprache zum Jahreswechsel ein Ende von Chaos und Gewalt gefordert.
Schicksal der italienischen Geisel ungewiss
Über das Schicksal eines im Gazastreifen entführten Ausländers herrscht unterdessen Unklarheit. In palästinensischen Sicherheitskreisen hieß es am Sonntag, nach dem Italiener werde weiter gesucht. Eine zur selben Delegation gehörende italienische Europaabgeordnete sagte dagegen, die Geisel sei bereits frei. Von der Freilassung habe sie über indirekte Kontakte mit den Geiselnehmern erfahren, sagte Luisa Morgantini.
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