Offener Brief
“Priesterfrauen” an Papst: Zölibat abschaffen!
Der Brief, der mit Vornamen und Kürzeln unterzeichnet ist, wurde am Samstag vom Onlineportal "Vatican Insider" publik gemacht. Die Frauen seien täglich einem "zerstörerischen Leiden" ausgesetzt und bitten den Papst, "dass sich etwas ändert, nicht nur für uns, sondern zum Wohl der ganzen Kirche", heißt es in dem Brief.
Sie wünschten, dass Männer, die eine Liebesbeziehung haben, weiterhin ihre Berufung als Priester ausfüllen können. Der Zwang zur Geheimhaltung schaffe eine heuchlerische Situation, die frustrierend sei. "Wir hoffen von ganzem Herzen, dass du unsere Liebe segnest", so die Unterzeichnerinnen.
Papst: Positive Erfahrungen mit Zölibat überwiegen
Papst Franziskus hat Priester wiederholt aufgefordert, den Zölibat in überzeugender Weise zu leben. Zu seiner Zeit als Kardinal in Buenos Aires hatte er in einem Interview erklärt: "Derzeit bin ich für die Beibehaltung des Zölibats, mit allem Pro und Kontra, das damit zusammenhängt" - in den zehn Jahrhunderten seit der Einführung würden die positiven Erfahrungen überwiegen. Es sei "eine Frage der Disziplin und nicht des Glaubens", sagte Jorge Mario Bergoglio - nunmehr Franziskus - 2010.
Ein Doppelleben von Klerikern lehnte Bergoglio ab. "Als ein Priester mir sagte, eine Frau sei durch ihn schwanger, habe ich ihm deutlich gemacht, dass das natürliche Recht vor seinem Recht als Priester rangiert", sagte er damals. Der Priester habe daher sein Amt aufgeben müssen, um sich um das Kind zu kümmern.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.