Starker Anstieg 2025

Österreicher greifen öfter zu Bio-Lebensmitteln

Österreich
13.02.2026 11:29
Porträt von krone.at
Von krone.at

Österreicher gaben 2025 fast 1,2 Milliarden Euro für Bioprodukte aus – ein Plus von 6,5 Prozent zum Vorjahr 2024. 

Der Bioanteil an den Ausgaben im heimischen Lebensmittelhandel lag 2025 bei knapp zwölf Prozent.

  • Besonders hoch war die Biorate beim Mehl mit gut 30 Prozent.
  • Beim Fleisch ist der Bioanteil auf über acht Prozent gestiegen, getragen von einem Plus beim Rind-, Kalb- und Hühnerfleisch. Bei Schweine- und Putenfleisch gab es hingegen einen Rückgang.
Bio Austria fordert die weitere Unterstützung für Betriebe, die auf Bioproduktion umsteigen ...
Bio Austria fordert die weitere Unterstützung für Betriebe, die auf Bioproduktion umsteigen wollen.(Bild: APA/BARBARA GINDL)
  • Besonders beliebt sind Bioprodukte in Städten. In Wien kommt der Bioanteil auf 15,4 Prozent, in Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern sind es 10,4 Prozent.
Die Infografik zeigt den Anteil von Bio-Produkten im Lebensmittelhandel nach Warengruppen für 2025 und die Entwicklung seit 2005. Frischgemüse hat mit 24 % den höchsten Bio-Anteil, gefolgt von Eiern mit 19,1 % und Frischobst mit 16,6 %. Der Gesamtanteil von Bio-Produkten ist von 4,5 % im Jahr 2005 auf 11,9 % im Jahr 2020 gestiegen. Quelle: AMA.

Regionalität zentrales Verkaufsargument
„Bio erweist sich als krisenresistent“, sagte die Geschäftsführerin der AMA-Marketing, Christina Mutenthaler-Sipek, bei der Präsentation der Zahlen für 2025 in Nürnberg. Als einziges Land in der Europäischen Union (EU) habe Österreich das für 2030 ausgegebene Ziel von 25 Prozent biologischen Landwirtschaftsflächen erreicht.

Zahlreiche gute Gründe
Zentrale Beweggründe für Verbraucher, biologische Produkte zu kaufen, seien der Verzicht auf chemische Stoffe und Pestizide, Tierwohl und die Regionalität. Besonders letzterer Faktor sei zunehmend wichtig geworden. Auch Eigeninteresse – besser auf die eigene Gesundheit zu achten – und Nachhaltigkeit sind häufige Kaufgründe, trotz Inflation und Teuerung.

Die Teuerung und eine nachlassende Bedeutung von Nachhaltigkeit in der öffentlichen Debatte seien für den Biomarkt „schon ein Bremser“ gewesen, erklärte Peter Stallberger vom Mehlhersteller GoodMills gegenüber Journalisten. „Der Gesundheitstrend wirkt dem aber entgegen.“

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