Die österreichische Abfall- und Recyclingbranche schlägt Alarm: Insgesamt 36 größere Brände gab es in der Abfall- und Recyclingwirtschaft im Vorjahr. In vielen Fällen sind falsch entsorgte Lithiumbatterien oder -akkus die vermutete Ursache.
Erstmals hat der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) Bilanz gezogen und 36 größere Brandereignisse im Jahr 2025 dokumentiert. Einer der verheerendsten Brände ereignete sich bekanntlich auf dem Gelände eines Entsorgungs- und Recyclingbetriebes in Osttirol im Juli 2025. Dort wie auch in vielen weiteren Fällen sind falsch entsorgte Lithiumbatterien oder -akkus die vermutete Brandursache.
Tickende Zeitbomben
Solche Batterien, die fälschlicherweise im Restmüll, im Gelben Sack oder in der Papiertonne landen, können sich bei Beschädigung entzünden und verheerende Brände auslösen, warnt der VOEB. „Jeder Akku in der falschen Tonne ist eine tickende Zeitbombe für unsere Beschäftigten, für die Umwelt, für den Fortbestand ganzer Betriebe und die Entsorgungssicherheit“, betont Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB.
Unwissenheit oder Bequemlichkeit
Lithiumbatterien finden sich heute in unzähligen Alltagsgegenständen – von Smartphones und Kinderspielzeug bis hin zu Einweg-E-Zigaretten. Meist aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit werden sie nicht getrennt entsorgt. Auch im privaten Umfeld ist der richtige Umgang mit Lithiumbatterien essenziell, um Brände in den eigenen vier Wänden zu vermeiden. Akkus sollten vor Beschädigungen, starker Hitze und Kälte geschützt werden, betont der VOEB.
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