In der Achterbahnfahrt der US-Zollpolitik gibt es nach Informationen der „Financial Times“ den Plan Donald Trumps nach einem Kurswechsel bei den Zöllen auf Stahl und Aluminium, um den amerikanischen Verbrauchern weniger zu schaden. Das könnte auch für die österreichische Industrie Auswirkungen haben.
US-Präsident Donald Trump will einem Bericht der „Financial Times“ zufolge einige Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zurückfahren. Seine Regierung prüfe die Liste der mit den Abgaben belegten Produkte, berichtete das Medium am Freitag unter Berufung auf Insider. Geplant sei, einige Artikel wieder von den Zöllen zu befreien und keine weiteren Produkte der Liste hinzuzufügen.
Schlechte Stimmung in der Industrie
Das könnte auch in weiterer Folge Auswirkungen auf die schwächelnde Industrie in Österreich haben. Denn, obwohl die Wirtschaft hierzulande die zweijährige Rezession hinter sich gelassen hat, kommt die Konjunktur weiterhin nicht in Schwung. In der Industrie ist laut Wifo-Konjunkturtest im Jänner nach drei leichten Verbesserungen in Folge zuletzt die Stimmung wieder schlechter. Als Hauptgrund gilt die anhaltend schwache Nachfrage nach heimischen Exportgütern, die zusätzlich durch US-Zölle gebremst wird.
In den USA sollten nach den Informationen künftig wieder gezielt einzelne Importwaren auf den Prüfstand gestellt werden – leitend solle dabei der Aspekt der nationalen Sicherheit sein. Im vergangenen Jahr hatte Trump Einfuhren von Stahl und Aluminium mit Zöllen von bis zu 50 Prozent belegt. Die Abgaben nutzt er immer wieder als Verhandlungstaktik im Umgang mit Handelspartnern.
Angst vor steigenden Verbraucherpreisen
Dem Bericht zufolge gibt es im Handelsministerium und im Büro des US-Handelsbeauftragten Befürchtungen, dass die Zölle den amerikanischen Verbrauchern schaden könnten. So gingen Vertreter der beiden Regierungsstellen davon aus, dass durch die Zölle die Preise unter anderem für Konserven- und Getränkedosen steigen. Experten hatten dies bereits vorhergesagt. Steigende Verbraucherpreise machen vielen Amerikanern zu schaffen. Diese Sorgen gelten als wichtiger Faktor für die Zwischenwahlen im November.
Einer jüngsten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos zufolge waren 59 Prozent der US-Bürger damit unzufrieden, wie die Trump-Regierung auf die steigenden Lebenshaltungskosten reagiert. Eine Stellungnahme der US-Regierung zu dem „Financial Times“-Bericht war zunächst nicht zu bekommen.
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