Todesstrafe droht
“Sewol”-Kapitän wegen Totschlags angeklagt
Ausland
15.05.2014 07:01
Einen Monat nach dem Untergang der südkoreanischen Fähre "Sewol" sind der Kapitän und drei Crewmitglieder angeklagt worden. Ihnen werde "Totschlag durch grobe Fahrlässigkeit" zur Last gelegt, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag. Bei einer Verurteilung drohen Kapitän Lee Joon Seok, zwei Steuermännern und einem Ingenieur die Todesstrafe.
Die vier Männer sollen zu den ersten Personen gehört haben, die nach der Havarie der Fähre am 16. April das sinkende Schiff verließen und Hunderte Passagiere im Stich ließen. 476 Menschen waren bei dem Unglück an Bord, die meisten davon waren Schulkinder auf einem Klassenausflug.
Am späten Mittwochabend wurden fünf weitere Leichen aus dem Wrack geborgen. Die Zahl der bestätigen Todesopfer liege damit bei 281, teilte ein Sprecher der Küstenwache mit. Zahlreiche Passagiere werden auch vier Wochen nach der Tragödie noch vermisst.
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