Knalleffekt in einer großen obersteirischen Gemeinde: Wie die „Krone“ erfahren hat, wurde der Amtsleiter am Dienstag mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt. Nun droht ein langes juristisches Nachspiel.
Der Amtsleiter darf seit Dienstag seinen Dienst nicht mehr ausüben. Das bestätigte der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde auf „Krone“-Anfrage. Weitere Auskünfte könne er „aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine Personalangelegenheit handelt“ sowie zur Wahrung der Rechte des Betroffenen nicht erteilen. Die Agenden übernehmen jedenfalls vorläufig die beiden Stellvertreter des Amtsleiters.
Zwischen dem Ortschef und dem Amtsleiter dürfte es schon längere Zeit Konflikte gegeben haben. Konkret werden dem Bediensteten Vorwürfe von anderen Mitarbeitern, darunter Mobbing, zur Last gelegt, die Disziplinarkommission beim Land ist eingeschaltet, bestätigt Andreas Kleinbichler, der Anwalt des Amtsleiters.
Mit dem Bürgermeister geht Kleinbichler hart ins Gericht. Dieser habe sowohl von einer Dienstfreistellung als auch von einer vorläufigen Enthebung geschrieben. „Das sind rechtlich zwei völlig unterschiedliche Dinge. Er muss sich entscheiden.“ Der Bürgermeister dürfte laut Kleinblichler seit Langem akribisch auf diesen Schritt hingearbeitet haben, doch der Amtsleiter werde sich wehren: „Wenn jemand gemobbt wurde, dann wohl er.“
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