Von Kritik begleitet
NY: Überreste von 9/11-Opfern ins Museum gebracht
Bei den Anschlägen waren 2001 fast 3.000 Menschen, davon 2.753 in New York, ums Leben gekommen. 1.115 von ihnen konnten bisher nicht identifiziert werden. Nach den Anschlägen waren insgesamt rund 22.000 winzige Überreste der Opfer aus den Trümmern der Zwillingstürme in Manhattan geborgen worden. 7.930 Leichenteile konnten jedoch keiner der DNA-Proben zugeordnet werden, die Angehörige den Behörden gegeben hatten. Sie wurden nun ins Museum überstellt.
Hinterbliebene fordern zumindest "gesonderten Ort"
Viele Hinterbliebene sind jedoch gegen die Aufbewahrung der Leichenteile im Museum. Rosaleen Tallon, die Schwester eines Feuerwehrmanns, sagt, für sie seien die sterblichen Überreste "heilig, ob identifiziert oder nicht". Sie finde es "sehr schwierig", ihren Kindern zu erklären, dass sie nun im Museum seien. Die Angehörigen fordern dort zumindest einen "gesonderten Ort", wie die Vize-Präsidentin der Hinterbliebenenvereinigung, Sally Regenhard, sagt. "Es ist genügend Platz."
Das neue Museum befindet sich inmitten der Gedenkstätte am Ground Zero. Die Ausstellungsräume befinden sich auf einer Fläche von mehr als 10.000 Quadratmetern auf sieben Etagen unter der Erde. Am 21. Mai soll das Museum für Besucher geöffnet werden. Fünf Tage vorher öffnet es schon für die Hinterbliebenen der Opfer und Überlebende. Auch Rettungskräfte, die nach dem Anschlag am Ground Zero im Einsatz waren, und Menschen, die im World Trade Center arbeiteten, dürfen das Museum vorab besuchen.
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