2 Leichen gefunden

USA: Heißluftballon fing Feuer und stürzte ab

Ausland
10.05.2014 20:50
Ein Heißluftballon hat am Freitag im US-Bundesstaat Virginia Feuer gefangen und ist abgestürzt. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich drei Menschen im Korb des Ballons. Mittlerweile haben die Rettungskräfte zwei Leichen und einige Teile des Ballons gefunden. Der dritte Insasse werde laut Polizei noch vermisst. Bei den zwei Fluggästen handelt es sich um Mitarbeiterinnen einer Universität.

Augenzeugen berichteten über einen Feuerball am Himmel über dem Meadow Event Park in Caroline County, der sich gegen 20 Uhr Ortszeit (3 Uhr MEZ) gebildet habe. Danach sei der Ballon zusammengesackt und das Flugobjekt zu Boden gestürzt. Eine Augenzeugin will auch Schreie aus dem Ballon gehört haben. "Ich werde sterben, oh mein Gott, ich werde sterben", wurde Carrie Hager-Bradley im TV-Sender WWBT zitiert.

Zwei Leichen gefunden - Suche dauert an
Seither suchen Einsatzkräfte am Boden und auch in der Luft nach dem Korb, in dem sich zwei Fluggäste und der Pilot befunden haben. Nachdem bereits in der Nacht auf Samstag eine Leiche gefunden worden war, bestätigte eine Sprecherin der Polizei am Vormittag (Ortszeit) den Fund einer zweiten Leiche.

Demnach müsse aber die Identität der Leichen noch überprüft werden. Dem Bericht einer Lokalzeitung zufolge könnte es sich bei den zwei Fluggästen um Trainerinnen der Frauen-Basketballmannschaft der Universität von Richmond handeln. Dem "Henrico Citizen" zufolge habe die Hochschule am Wochenende geplante Sportveranstaltungen abgesagt. Eine offizielle Bestätigung für die Angaben gab es aber bislang nicht.

Ballon streifte bei Landung Stromleitung
Am Unglücksort hätte am Samstag ein Ballon-Festival stattfinden sollen. US-Medien berichteten aber, dass die Veranstaltung abgesagt wurde. Laut den Behörden dürfte das Streifen einer Stromleitung das Unglück verursacht haben. Der Ballon war demnach im Landeanflug.

"Augenzeugen haben berichtet, dass der Pilot nach dem Kontakt mit der Leitung ein Ausweichmanöver gestartet hätte", meinte Polizeisprecherin Corrine Geller bei einer Pressekonferenz am Samstag. Insgesamt seien drei Heißluftballons zum Zeitpunkt des Unglücks unterwegs gewesen. Zwei Ballons hätten aber sicher landen können, so Geller.

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