Im Testament verfügt
Gurlitt-Sammlung geht an Kunstmuseum Bern
Man sei von Gurlitts Rechtsanwalt noch am Tag des Todes informiert worden, dass der Sammler die privatrechtliche Stiftung Kunstmuseum Bern "zu seiner unbeschränkten und unbeschwerten Alleinerbin eingesetzt" habe, heißt es in einer Mitteilung. Die Nachricht sei für das Museum "wie ein Blitz aus heiterem Himmel" gekommen. Es hätten vorher nie Beziehungen zu Gurlitt bestanden.
Museum überrascht und dankbar, aber auch besorgt
Stiftungsrat und Direktion des Museums seien "dankbar und freudig überrascht". Das Vermächtnis bürde ihnen aber auch eine "erhebliche Verantwortung und eine Fülle schwierigster Fragen" auf. Dabei gehe es um rechtliche und ethische Themen. In erster Linie sind damit wohl die Verhandlungen um die Rückgabe von Kunstwerken aus Gurlitts Sammlung, die unter NS-Raubkunstverdacht stehen, gemeint.
Gurlitt war am Dienstag im Alter von 81 Jahren in München gestorben. Seine Sammlung umfasst Bilder von Picasso, Chagall, Matisse, Beckmann und Nolde. Die Taskforce "Schwabinger Kunstfund" geht von 458 Bildern aus, die in der Nazizeit unter zweifelhaften Umständen in die Hände von Gurlitts Vater Hildebrand gefallen seien.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.