Am Meeresboden
Suche nach Flug MH370 soll in “neue Phase” gehen
Ermittler haben keine Ahnung, was sich an Bord der vermissten Boeing abgespielt hat. Niemand weiß, ob Crew und Passagiere wegen giftiger Dämpfe außer Gefecht waren oder ob jemand absichtlich das Flugzeug auf den falschen Kurs lenkte. Die Ermittler erhoffen sich Aufschluss von der Blackbox, in der Aufzeichnungen der Gespräche im Cockpit und technische Daten gespeichert sind - dafür muss jedoch zunächst einmal das Wrack gefunden werden.
Chinesischer Minister: "Wir geben nicht auf"
"Die Suche wird nicht unterbrochen oder eingestellt, wir geben nicht auf und lassen in unseren Bemühungen nicht nach", versprach der chinesische Transportminister Yang Chuatang nach dem Treffen. Peking ist an der Aufklärung des mysteriösen Irrflugs besonders stark interessiert, weil die Mehrzahl der Passagiere aus China stammte. An dem Treffen in Canberra nahm auch der malaysische Verkehrsminister Hishamuddin Hussein teil.
Am Mittwoch wollen Experten in Canberra sämtliche bisher gesammelten Daten sichten und prüfen, ob das Suchgebiet anders definiert werden muss, wie Truss erklärte. Allein die Organisation neuer Suchinstrumente könne allerdings Wochen dauern, räumte er zugleich ein. In dem vermuteten Absturzgebiet sei der Meeresboden stellenweise noch nie systematisch kartographiert worden.
"Müssen mehr über den Meeresboden wissen"
"Um in der nächsten Phase mit Sonar und anderen Unterwasserfahrzeugen, möglicherweise in besonders tiefem Wasser, effizient und sicher suchen zu können, müssen wir mehr über den Meeresboden wissen", sagte Truss. Ein Tauchroboter, der tiefer als das unbemannte U-Boot "Bluefin-21" der US-Marine tauchen kann, gehört dem Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. "Abyss" war bereits an der Suche nach dem Air-France-Wrack beteiligt gewesen. Es wurde nach zwei Jahren 2011 im Atlantischen Ozean entdeckt.
"Bluefin-21" bleibe unterdessen weitere vier Wochen im Einsatz, wie die Koordinationsstelle für die Suche in Perth mitteilte. Es hat in 35 Tagen 400 Quadratkilometer Meeresboden abgesucht, ohne Anzeichen der Maschine zu finden.
Suche mit Schiffen und Flugzeugen eingestellt
Flug MH370 war am 8. März nach dem Start in Kuala Lumpur vom Radar verschwunden und statt nach Peking Richtung Süden geflogen. Satellitensignale legen einen Absturz im Indischen Ozean nahe. Die Suche mit Schiffen und Flugzeugen in der Region rund 1.800 Kilometer westlich der australischen Stadt Perth war vergangene Woche mangels Erfolg eingestellt worden.
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