Die Politik mischt mit

Das gefährliche Spiel mit den Strompreisen

Steiermark Newsletter
18.01.2026 10:42

Nun will also auch die Energie Steiermark die Strompreise senken – eine gute Nachricht für alle Kunden. Die politischen Zurufe trüben aber das Bild. Bisher hat sich die Landespolitik aus der Tarifgestaltung herausgehalten. Erleben wir gerade einen Dammbruch?

Für alle Stromkunden in Österreich ist es eine gute Nachricht: Die Preise dürften in den nächsten Monaten deutlich nach unten gehen. Auslöser war der verstaatlichte Verbund-Konzern, der ab März einen „Österreich-Tarif“ unter 10 Cent (netto) pro Kilowattstunden anbieten wird. Das verkündete die Regierung nach ihrer Klausur – auch mit dem Ziel, „den Wettbewerb zu stärken“.

Das scheint gelungen zu sein. Vor allem die Landesenergieversorger, die ebenfalls der öffentlichen Hand gehören, geraten unter Druck. In Niederösterreich verlangte etwa Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) von der EVN einen niedrigeren Tarif, eine ähnliche Botschaft richtete via Facebook der steirische FPÖ-Landeshauptmann Mario Kunasek an die Energie Steiermark.

Diese bleibt zwar vage, stellte aber eine Preissenkung im ersten Halbjahr in Aussicht. Die internen Berechnungen würden laufen. Große Freude herrscht beim steirischen SPÖ-Chef Max Lercher, der seit Monaten einen „Steiermark-Tarif“ fordert und sich nun bestätigt fühlt.

Erleben wir gerade einen Dammbruch? Wird die Politik künftig die Strompreise diktieren? Es ist jedenfalls ein heikles Spiel. Bisher hat die Landespolitik es tunlichst vermieden, sich einzumischen – auch Lerchers Vorgänger als roter Parteichef, Anton Lang, hielt sich daran. 

Wichtiger als politische Vorgaben wären zwei Dinge: eine Entflechtung der vielen Querbeteiligungen zwischen den großen Versorgern, um mehr Wettbewerb zu schaffen. Und mehr Kunden, die bereit sind, einen Tarif zu wechseln. Denn das würde die Anbieter am stärksten unter Druck setzen. Wir haben es also auch selbst in der Hand. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag! 

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